.:::Laberstunde

30 11 2008

20:03 Uhr // Jamiroquai – Love Foolosophy

2700 Zombies wurden heute in knapp 2,5 Stunden niedergeschossen. Ja, ich habe ein neues Spiel und laufe Gefahr, in alte Zeiten abzurutschen (die aber lustig war!). Heute bestand der Tag aus schlafen, essen und zocken. Gleich kommt noch das Lernen hinzu. Ich bin also um 13Uhr heute aufgewacht, total verstrahlt vom gestrigen Abend. „Absolut Party“ war, eine Party, bei der sich ein paar reiche Studenten (sponsored by Papi) eine leerstehende Wohnung gemietet haben (oder diese sogar besitzen) und ein Gezeche vom feinsten veranstaltet haben. 4 Euro Eintritt, 1 Euro Garderobe und in der Happy Hour 2 Shots für 1 Euro. Keinen billigen Fusel, es hieß ja nicht umsonst ABSOLUT Party. Rumprobiert bis ich nach 5 oder 6 Shots festgestellt habe, dass der Absolut Zitrone ‘n richtiger Kracher ist. Ab 12 gabs dann 2 Bier für 2 Euro, da lachte doch das Herz. Ein kleiner aber feiner Teil der Buscrew vom Urlaub war auch da, also war für den Prosecconachschub gesorgt, da ja Mädels den ganzen Abend Sekt umsonst bekommen haben. Einfaches Prinzip also, die Bude war rammelvoll und die Stimmung war gut bis schließlich der General aka Göring Döring und Timur schlapp gemacht haben und Bechtl und Lukas je einen heimbrachte. Gegen 3.15Uhr hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht und am Euro noch den Enderle getroffen. Geredet und geredet und irgendwann bemerk’ ich, dass meine S5 auf einmal losfährt, ohne mich. Total verquatscht hab ich mich mit’m Enderle (ja, der Alkohol war auch schuld). Also die nächste S2 erwischt und dann vom Entenfang aus heimgelaufen – man ist es ja schon gewohnt und hat auch schon Schlimmeres durchgemacht. Irgendwann war mir dann total langweilig und hab Softe ‘ne SMS geschrieben. Zu meiner Überraschung kam nichtmal 2 Minuten später eine Antwort, um 4.29Uhr und natürlich hab ich sie dann angerufen und bis ich um kurz vor 5 endlich im Bett lag mit ihr telefoniert. Ein lustiger Abend war’s definitiv, ganz nach dem einfachsten Prinzip „Triff deine Buddys und sauft euch die Hucke voll“.

Tags davor hatte ich meinen letzten Arbeitstag für mindestens 3 Monate. Mein Scheffe entschied sich schließlich dazu, mir eine Pause zu geben, weil ich mich derzeit auf Schule und Auto fahren konzentrieren muss und weil ich ihm sonst zu teuer geworden wäre. War ein komisches Gefühl, als wir uns darauf geeinigt hatten. Jetzt bekomme ich nicht mehr mit, wie die Multiplayer Spiele eingeführt werden, donnerstags kein Mittagessen mehr mit Jens in der Stadt und in den nächsten Ferien auch kein Geldsegen mehr. Letzteres schnürt mich dabei wohl am meisten ein. Um’s Geld ist es natürlich schade, aber es geht auch ein Teil von mir verloren. Das Arbeiten ist jetzt schon zu einer Gewohnheit geworden und Routine, auch wenn ich oft keine Lust dazu hatte aber fehlen wird’s trotzdem. Der Job war einfach zu perfekt. Die Bezahlung war gerecht, der Chef war locker und nett, die Mitarbeiter waren locker und nett, die Arbeit machte Spaß. Nun gut, jetzt werden die Karten neu gemischt und es spornt mich irgendwie an, mehr zu lernen, damit ich den Job nicht umsonst aufgegeben habe.

Trotz allem soll der restliche Freitagnachmittag nicht unerwähnt bleiben : Beim 12-Stunden Schwimmen im Fächerbad (vergleichbar mit dem 24h – Lauf) bin ich 2000 Meter geschwommen, das sind 14 dicke Punkte für meine Schwimmen – Note in Sport. Danach war ich wieder saunieren, das macht einfach Spaß.

Meinen Wunschzettel für Weihnachten hab’ ich auch schon vorgefertigt :

  • DVD Player
  • Notebook Tasche
  • Schultasche
  • Bonsaibaum
  • Wii Remote
  • Mario & Sonic’s Olympia
  • James Bond – Casino Royale / Ein Quantum Trost
  • Ocean’s 11, 12, 13
  • Rocky II – IV

Wieder eine feine Auswahl, bei ich meinen wertesten Eltern die Möglichkeit gebe, frei wählen zu können und somit kein Ideen – Druck auf ihnen lastet. Ich bin doch ein guter Junge.

Einen Weihnachtsblog wird es vorerst nicht mehr geben, weil WordPress nur einen anbietet, der aber voll hässlich aussieht. Mit dem selbst gescripteten hätte ich euch natürlich wieder mit Weihnachtsbuttons und Winterdesign beschert.





.:::Late Night Show

26 11 2008

22.57 Uhr // Blink 182 – Won’t be home for Christmas

Wie man eine Marktlücke füllt :Man nehme eine Spielart, die es bis heute nicht richtig geschafft hat, sich durchzusetzen und das einfachste Prinzip des Gamings : Sinnlos Rumballern. Dazu noch Zombies, eine anständige Grafik und bringt das ganze in einen „28 Days Later“ – Flair. Seit gestern bin ich wieder dem Zocken verfallen, Jens und Timur mit mir. Left 4 Dead nennt sich das gute Spiel, von Valve. Wie schon erwähnt : Man rennt durch eine Stadt und versucht, einen Rettungsstützpunkt zu erreichen, bevor Zombies über einen herfallen und einem das Gehirn auslutschen. Dabei schlachtet man zu viert jeden Untoten, der vorbeizieht. Der Schmankerl dabei ist, das das ganze unter dem Co-OP Prinzip folgt. Es macht also erst richtig Laune, wenn die Freunde mitzocken und man sich gegenseitig unterstützt und die fiesen Hunter und Smoker davon abhält, die eigenen Mates zu töten. Ich selbst war voll begeistert, als ich mit Jens neulich die Demo angezockt hab und ich mit meinem Klichée – Schwarzen in einer dunklen Gasse vorausgelaufen bin, mich umgesehen habe und nur noch ein „Schlööööär“ von links hörte und eine Horde Zombies auf mich zurannte. Schließlich hab ich es mir gekauft, besser gesagt bestellen lassen von Mr. P0wl für schlappe 28€. Hierbei dankt die Firma nochmals für die Bemühungen. Und wenn ich mir ein Spiel original kaufe, muss es wirklich was zu bieten haben, weil ich da ziemlich knausrig bin.

„Die Zombieinvasion beginnt, kommt besser nicht allein“

Heute hatte ich übrigens meine erste Fahrstunde, beim Miklas. Beim Anfahren hab ich 2x abgewürgt, dann lief’s ganz gut. Richtung Grünwinkel, dann Rheinhafen bis Rappenwörth an ein stilles Örtchen, wo keine Autos gefahren sind. Da dann zwischen dem zweiten und dritten Gang gewechselt und gebremst. Jetzt sollte ich 2x pro Woche Auto fahren hat mein Lehrer gemeint, weil man es sonst zu arg schleifen lässt und ewig dranhängt. Das sprengte meinen Wochenplan für kurze Minuten bis ich in die Tasten gehauen habe und meinem Scheffe eine Email geschrieben habe, in der er vor der Qual der Wahl stand, mich zu entlassen, mir eine Pause zu geben oder mich weiterhin zu beschäftigen. Er entschied sich für Option A, wobei ich selbst nicht genau weiß, was das jetzt zu bedeuten hat. Morgen wird auch dieses Geheimnis gelöst !

Mit meiner GFS geht’s auch langsam voran. Die Geschichts GFS ist die erste seit meiner Geschlechtskrankheiten – Dschi Eff Ess von der 10. Klasse, bei der ich mich richtig Mühe gebe und länger wie eine Woche dafür recherchiere und vorbereite.

Wusstet ihr, dass ihr bei einem Champagnerbad betrunken werdet, auch wenn ihr den Schampus nicht trinkt ? Durch die erweiterten Poren wird der Alkohol großmängig aufgenommen und schon nach einer viertel Stunde (!) habt ihr die klassischen Begleiterscheinungen und 1,5 Promille in der Blutbahn.





.:::The Hardest Button to Button

23 11 2008

20.59Uhr // Rob D – Clubbed to Death

Draußen schneit’s und ich find meine Speicherkarte nicht. Vorhin beim Reli „lernen“ (oder auch Spickzettel schreiben) hab ich aus’m Fenster geschaut und 2 Dinge festgestellt. Ich hätte lieber ‘nen Schreibtisch am Fenster und Schnee ist schön. Ersteres gibt mir eine weitere Bestätitung, dass meine Computerecke durch meinen Laptop ihre Funktion verloren hat und nur noch als Platzhalter das Zimmer füllt. Zweiteres bezieht sich einmal auf den Schnee an sich, der in Form von reinweißem Neuschnee das Ende der Welt, auch genannt als Blindstraße als eine winterliche Abendidylle verzaubert. Ich saß also geschlagene 3 einhalb Minuten vor dem Fenster und habe den Schnee beobachtet. Währenddessen lief im Hintergrund die Max Payne Theme, das hat voll gepasst. Dabei musste ich an eine Filmszene denken aus einem beliebingen Actionfilm oder Thriller, in dem der Protagonist, fast am Ende seiner Kräfte, durch den Schnee trabt mit schwarzer Lederjacke und Wifebeater Shirt darunter, mit einem dreckigem und blutigem Gesicht und wie er nach dem erbitterten Endkampf gegen eine Terrorgesellschaft seine blutigen Spuren im Schnee hinterlässt. (Erinnert stark an Stirb langsam 2). Mit dem Ende des Liedes und einem vorbeifahrenden Transportwagen endete dann auch mein Gedankengang und ich hab weiter Spickzettel geschrieben.

Das Wochenende war ganz nett. Freitags hat der gute Oldy reingefeiert. „Fresse un saafe“ war das Tagesmotto, mit’m Mür, Jens und Bechtl hab ich die Werte dieser tiefgründigen Weisheit den Abend über verfolgt. Samstag dann war ich mit meiner Wertesten im Fächerbad, ordentlich saunieren. Dampfbad, Whirlpool, finnische Sauna und Kräuterkammer, das macht richtig Laune. Danach fühlt man sich frisch, neugebor(e)n und hat weiche Haut. Und heute hat mich meine schlechte Stimmung, die die Gesamtstimmung der letzten 2 Wochen repräsentierte eingeholt (und zum großen Teil dazu beigetragen hat, dass ich in diesen 2 Wochen keine Lust zum bloggen hatte). Normal ist, dass ich um die Novemberzeit immer ein kleines Tief habe, weil es mitten zwischen den Ferien ist und „Hochsaison“ der Klausuren, beschränkten Mitschülern und Unzufriedenheit gegenüber einem selbst ist. Unnormal ist, dass ich meinen ganzen Alltag (außerhalb der Schule) und die Leute um mich herum anfange, zu kritisieren. Ersteres bezieht sich auf die Aktivitäten, die ich mir mehr oder minder rausgesucht habe, weil sie mir Spaß gemacht haben. Arbeiten und Fitness. Die Arbeit macht zeitweise keinen Spaß mehr wegen den vielen Fehlstunden und dem Gefühl, dass der Chef mir gegenüber nicht ehrlich ist und mich nicht leiden kann. Im Fitness war ich die vergangenen Monate überhaupt nicht mehr, letzte Woche das erste mal seit gut 4 oder 5 Wochen. Die dazugekommene Fahrschule hab ich größtenteils als „Pflichtaktivität“ dazugenommen, damit ich für den Zivildienst einen Führerschein hätte. Da jetzt dann auch Fahrstunden dran sind, drückt der Tagesplan nur noch mehr, zudem würde es das Lernen nicht erlauben, weil ich jetzt schon weiß, dass ich noch weniger für dich Schule mache. Das zeigt sich dann in Form von schlechten Noten, Motzereien von Lehrern und einem gekränkten Ego wieder. Das widerrum hat Konsequenzen auf die außerschulischen Aktivitäten, wo ich die Sachen dann schleifen lasse und keine Begeisterung mehr aufbringen kann. Ihr müsst es euch als einen Kreislauf vorstellen, bei dem ein äußerer Einfluss letztendlich ausschlaggebend auf alles sein kann und der gewohnte Lauf dann schwer einzurenken ist. Besonders kränken mich derzeit die laufend „schlechten“ Noten, die meine Träume über den Beruf weiter zerstören.

Zweiteres, mein Umfeld. Aufgrund ersterem Faktor bin ich mies gelaunt und genervt. Ich kann die Menschen, die ich ohnehin nicht leiden kann, nicht mehr sehen und gewohnte Labereien über Gerüchteküche, Lästereien und Wochenend-Planung nerven mich aufgrund der Alltäglichkeit. Ich nehm vieles zu persönlich und bin bei den üblichen Sticheleien oft angefressen.

…..

Naja, genug Stuff für den Moment, meine Ma hat meinen Schreibfluss auch unterbrochen gerade, hat mich angerufen für ein paar aufbauenden Worten. Wie auch immer, der Kasus Knacksus für mein derzeitiges Tief dürfte teilweise geklärt sein. Mit diesem Post dürfte mein Blog dann auch als Emo-Blog gebrandmarkt sein, weil ich hier nur Negativnasen-Stimmung verbreite.

Übrigens sehe ich in der Glotze seit gut einer Woche nur noch Weihnachts-Werbung und der Coca Cola Truck fährt auch zu oft durch’s Bild, außerdem ist ‘n Schneestreuer draußen unterwegs, ich glaub, es wird Weihnacht.





.:::Dein persönlicher Bericht !

10 11 2008

22:00 Uhr // Daft Punk – Aerodynamic

Abend zusammen. Wusstet ihr, dass ich klassische Musik mag ? Zur Zeit höre ich bei Entspannungs – oder Ruhephasen klassische Musik, Claire de Lune, Ave Maria und sowas (für alle Kenner). Also wenn ihr was Gutes kennt, immer her damit. Der Eintrag hat ja auch wieder eine ganze Woche auf sich warten lassen, weil ich gar nicht wusste, über was ich berichten sollte. Nach meinen letzten 2 Krachereinträgen wollte ich nicht so einen abgestumpften „Hey-ich-war-so-viel-unterwegs-letzte-Woche“ – Bericht bringen. Nun, zum eigentlichen Thema komm’ ich noch, erstmal der Wochenbericht : Bis Donnerstag hab ich mich noch vor der Schule gedrückt, wurde ja vom Doc freigestellt. Dienstags und Mittwochs hab ich dann ein paar Fehlstunden im Geschäft nachgeholt und Geld gescheffelt. Donnerstag hat mich dann mein Gewissen eingeholt und Lukas’ Kommentare, dass ich ein Schwänzer wäre sind mir auf’n Sack gegangen, da bin ich dann doch – wie gewohnt – um halb 7 aufgewacht, unter die Dusche, zum Toaster, zum Bus und dann in die Schule. Wie gewohnt sind mir die üblichen „Haiii-wieder-fit-Janiboiiii“ Leute über den Weg gelaufen, aber komischerweise war ich voll gelassen und relääxt. Bis ich dann meine 4 Punkte – Matheklausur kasiert hab und meine Laune voll unten war. Nicht wegen den 4 Punkten, sondern weil ich eine fucking Woche für die Klausur gelernt habe und dann genauso viel Punkte bekomme, wie wenn ich 2 Tage davor die Aufgaben überfliege. ‘Ne anständige Mathenote hat sich damit erledigt und ich hab auch keinerlei Motivation mehr, da noch was zu reißen. Es bringt nichts mehr, ’s bringt einfach nix ! Jau, die Deutschklausur lief ganz gut und dann war ja schon Wochenende. Freitag Phil’s BDay im Groove gefeiert und Samstags im neuen Bond gewesen und ich kann ihn euch nur empfehlen. Geht rein, wenn ihr Casino Royale gesehen habt, eure 7 € sind darin gut investiert.

Zum eigentlichen Thema. Ich hab’ die Aufforderung vom Lukas, ich solle einen Blogeintrag über ihn machen, zur Gelegenheit genommen, um mal wieder zu bloggen. Ein Thema hab ich ja jetzt. Und zur Ausreifung, hab ich mir dann überlegt, kann ich euch ‘n kleines Textle, gewidmet dem tollsten Pimmelfechter Lukas (der Vermehrer) von Anselm’s Scherer schreiben.

Also, kennengelernt hab ich den Guten in der 5. Klasse, wo ich dachte, er wäre ein richtig reiches Kind, so richtig eingebildet und verzogen, weil er alles von seiner Nicht-erziehungsfähigen Mutter kriegen würde. Ganz recht, solch komplexe Gedankenvorgänge sind schon damals in meiner Birne umhergegangen. Also, weil er die tollsten und glitzersten Pokemon Sammelkarten hatte und Baggyhosen, dachte ich also, er wäre ein verzogenes Bonzenkind. Geändert hat sich’s dann, als wir anfingen, unsere Liebe für Simpsons und Nintendospiele zu teilen. So wurde er schnell zum neuen Kumpanen meiner jungfräulichen und unschuldigen Kindheit. Enger wurde das Verhältnis mit der weiteren Ausreifung für schlechten Humor, flachen Witzen, noch mehr Nintendospielen und noch mehr gemeinsam bevorzugten Fernsehsendungen, die auch mehr oder weniger genauso mies und flach waren wie unser Sinn für Humor. Irgendwann in der siebten oder achten Klasse haben wir, zusammen mit’m guten Bechtl dann die „Pennerecke“ geschaffen, die sich aus 3 Schultischen in der Klassenzimmerecke zu erkennen ließ. Mitglieder waren nur wir 3, die Coolsten der Klasse. Und tatsächlich wollten Wenige der Klasse diesem exklusiven Club beitreten – Robin. Ein anderes Mal haben wir den Gogo-Kult wieder in die Schule gebracht (Gogos sind kleine Monster-Figuren!) oder haben stets den Kampf gegen Religionslehrer und Religions-Ökopunzen erfolgreich durchgestanden. Wenn man sich’s so überlegt, weiß ich selbst nicht mehr was wir uns dabei gedacht haben, aber viel witziger ist doch, dass es wirklich welche gab, die „dazu gehören“ wollten. Weiter ging’s dann in den folgenden Jahren und die Interessen spalteten sich immer mehr und darunter litt dann auch ein wenig die Beziehung. Er fing mit’m mixen und producen (?) an und ich steckte voll in meiner Nerdzeit. Einen persönlichen Tiefpunkt meinerseits kam dann, als Lukas ein halbes Jahr lang in die US and A verschwand, weil damit auch ein dicker Freund (sowohl als auch, hohoho) ein halbes Jahr verschwand, sehr emotional…Nach diesem halben Jahr dann hat’s bei ihm dann mit’m Stylestatus angefangen bzw. da hat er dann angefangen, in die Fußstapfen seines großen Bruders zu treten und zur Modeikone aufzusteigen. Heute zeigt sich das in Form einer Retro-Nintendo-Controller-Gürtelschnalle oder in Form des extrem coolen Bartwuchses. Tjojo, seither hat sich das Verhältnis zu ‘ner konstanten guten „Männerfreundschaft“ gefestigt mit Nintendo-Abenden, an denen kräftig Bier getankt wird und alles kommentiert wird, auch wenn er manchmal zickig und dickköpfig ist !

Ich bin am überlegen, ob ich so ‘ne „persönlicher Bericht auf Wunsch“ Aktion starten soll, wobei ich damit ja ‘ne Idee vom Önz klauen und weiterführen würde.

desk





.:::Dahoam is Dahoam

3 11 2008

19:42Uhr // Wir sind Helden – Grund zur Panik (Soundso)


Isch binnnz! Wieder daheim, jo. Wirklich, ich war froh, mal wieder mein Zimmer zu sehen. Schnauze voll vom Krankenhaus, die letzten Tage haben mich echt geschafft, physisch wie psychisch. Vorallem letzteres, ihr habt’s ja am letzten Post sicher bemerkt. Als mich mein alter Herr aus der Irrenanstalt geholt hat, wollte er gleich noch ‘ne neue Winterjacke für mich kaufen, „weil wir ja eh schon in der Stadt sind“. Nette kleine Shoppingtour dann gemacht zu Gunsten meines Geldbeutels, der unberührt blieb und ich mich jetzt mit neuen Klamotten rühmen kann. Dann daheim ins Zimmer gekommen, Taschen abgesetzt, Fenster aufgemacht und durchgeatmet. Stellt’s euch wie eine Filmszene vor : der Held des Streifens kehrt von einem Kampf erleichtert zurück, im Hintergrund läuft etwas heroisches, P.O.D. – Alive, was besseres fällt mir grad nicht ein (aber trotzdem sehr passend für solche Momente!) und der Held steht einfach nur da mit seinem erleichtertem Gesicht, ein leichtes Grinsen ist zu sehen und in seinen Augen sieht man den Frust und die Strapazen, die er von sich gelegt hat. Und dann sieht man, wie die Kamera langsam rausfährt und das Bild im Wolkennebel schließlich verschwindet. So in etwa hab ich mich gefühlt, als ich in meinem Zimmer am Fenster stand und endlich aus’m Krankenhaus draußen war.

Seit heute lebe ich also mein normales Leben wieder. Mit dem Unterschied aber, dass ich momentan nichts Süßes schmecken kann, weil während der Operation ja die Blutgefäße betäubt wurden, damit sie nicht bluten. Dadurch hab ich jetzt ‘ne Geschmacksstörung, bei der ich Süßes als bitter schmecke. Im Krankenhaus dachte ich dann erst, dass der Pudding schlecht wär, weil der so scheiße geschmeckt hat. Aber spätestens gestern, als ich mir ein Bounty vom Kiosk gönnen wollte, war mir dann klar, dass man ja eventuell an Geschmacksstörungen leiden kann nach der Operation ! Bedient. Dabei hab’ ich richtig Bock auf ’son Stück Zartbitterschokolade. Weiterhin darf ich noch keine Früchte essen, da die Fruchtsäuren zu aggressiv sind und bei Knabbereien muss ich auch passen, weil die zu „kratzig“ sein können. Und genau auf die Sachen hab ich richtig Gelüste. Anstrengen darf ich mich auch nicht, genauer gesagt, ich bin für diese Woche von der Schule freigestellt. An sich ‘ne dicke Sache, so kann ich meine Ferien nachholen und meine 2 GFSen in aller Ruhe vorbereiten, die eine davon ist ja sogar eine schriftliche Hausaufgabe ! Zwischendrin geh ich noch arbeiten, Stunden nachholen und verpasstes Geld nachscheffeln, da ja „Schreibtischarbeiten“ erlaubt sind. So kann sich niemand beschweren, die Wunden verheilen und ich bin am Ende des Monats um zusätzlich +120 Euro reicher.





.:::Langeweile und die Folgen daraus

1 11 2008

12.25 Uhr // —

Morgen zusammen. Bin wieder hergestellt, kaum Schmerzen beim Schlucken und keine Infusion mehr im Arm. Eigentlich könnten ’se mich ja heute entlassen, wegen „guter Führung“. Ich hab’ die ganze Woche nicht eine Schmerztablette (!!) schlucken müssen und hab auch sonst keine Anstalten gemacht, war immer pünktlich zur Untersuchung da und hab aufgegessen. Naja, letzteres stimmt nicht so, weil die ersten Tage einfach nichts runterging und die letzten Tage das Essen nicht gerade der Kracher war. Fischroulade mit Nudeln oder Zunge mit Spätzle, da geht einem nicht gerade das Herz auf. Kulinarischer Höhepunkt war dann noch das Hacksteak mit grünen Nudeln und Bratensoße. Und sonst ist hier nicht viel passiert, bis Dienstag war ich allein im Zimmer und tags drauf ist dann ein älterer Herr reingekommen, recht nett und chillig und son Russe, dem auch die Mandeln rausgenommen wurden. Seitdem kann ich auch nicht mehr gescheit schlafen, weil der Genosse wirklich richtig übel schnarcht. In Prag dachte ich schon, dass es nicht mehr schlimmer geht mit Jens und Bechtl in einem Zimmer, aber der Russe, der übertrifft alle. Den hat man noch auf’m Gang gehört. Keine Ohrstöpsel oder Handymusik hat geholfen. Ab und zu hab ich dann mit der Hand auf die Matratze gehauen oder mich so laut im Bett „rumgewälzt“, weil ich einfach nur noch schlafen wollte und nicht mehr konnte, sodass er auch aufgewacht ist und es wenigstens für die nächsten 5 Minuten ruhig war. Ausgleichende Gerechtigkeit x)

Den Tag über war ich dann oft am Lesen, hauptsächlich Geschichte. Muss ja ein bisschen mein GFS Thema vorbereiten und das ist seit meiner Geschlechtskrankheiten – GFS das erste interessante Thema wieder. ‘S geht um den Ost – West Konflikt nach dem zweiten Weltkrieg bis zum kalten Krieg. Jo, dann kämpf ich mich abends immer, bevor die Schwester den letzten Temperatur / Puls / Blutdruck – Check macht mit’m guten Kohlhaas durch, der einfach gesagt total beschissen ist und der größte Dreck ist, den ich seit langem gelesen hab. Fahrbögen hab ich dann auch ab und zu gemacht, bis zum sechsten bin ich gekommen, einmal bestanden, einmal 23 Fehlerpunkte. Muss demnächst dann mal mit dem Lehrbuch anfangen. Das wär dann auch genügend an Stoff lernen, zwischendurch zock’ ich fast nur noch Tetris oder auf den Computern im Aufenthaltsraum Spider Solitair, weil man für Pinball Admin-Rechte benötigt. Und sonst bin ich am schlafen.

Abends dann zur Schlafenszeit, wenn der Genosse wieder kräftig am schnarchen ist, bleibt noch Zeit, wo ich dann nur im Bett lieg und nachdenke. Wenn man wirklich nichts zu tun hat, denkt man über so einigen Bullshit nach. Zum Beispiel überlege ich dann, welche Tetrissteine am besten sind und welche einem nur Ärger bringen. Oder neulich hab’ ich über die ganze Schulsache nachgedacht, dass es die „Guten“ und die „Bösen“ gibt. Die Guten definieren sich dabei durch ihre Gelassenheit und die Einstellung, dass ihnen egal ist, was andere von ihnen denken, sie ihr Ding durchziehen und sich selbst immer treu bleiben. Das andere Extrem, die Bösen, sind die, die immer freundlich und nett zu einem sind, sich immer um einen kümmern und fragen wie es denn geht und was denn los sei, wenn man schlecht gelaunt ist. In Wirklichkeit interessiert sie das aber überhaupt nicht, weil sie sich nur profilieren und beliebt machen wollen um letztendlich die meisten positiven Kommentare in der Abizeitung abzustauben. Zwischen den Polen gibt es dann einen Haufen an Unentschlossenen, die sich zwar zu einer der Seiten geneigt fühlen, aber die Einstellungen nicht voll vertreten. Ich selbst, wie ihr unschwer erkennen könnt, finde mich eher auf der Seite der „Guten“ (ganz Recht!), da ich diese Einstellung mehr bevorzuge als die heuchlerische Weise. Dieses ganze Phänomen kann man dann (finde ich) gut auf Film und Fernsehen übertragen, wo es auch die vorerst „Guten“ gibt, von denen man den Eindruck hat, sie helfen dem Protagonisten, sich aber am Ende des Films als die Bösewichte herausstellen. Da fällt mir eine Folge von „Scrubs“ ein, die dafür voll passt. Erste Staffel, ich glaube auch die erste Folge, in der J.D., neu im Krankenhaus, Dr. Cox als den bösen grimmigen Doc aufnimmt und Dr. Kelzo der nette, verständnisvolle Chefarzt ist, was sich aber im Verlauf der weiteren Folgen als völlig falsch darstellt, da Cox einer der „Ist-mir-doch-egal-was-die-anderen-von-mir-denken“ Typen ist, trotzdem ehrlich bleibt und Kelzo, der „Heey-wie-gehts-dir-warum-so-bedrückt-tschauiii“ Typen ist, sich dann später als böser, egoistischer Arzt zu erkennen gibt.

Und das ganze Gelaber jetzt nur, um euch zu zeigen, worüber ich mir so die Woche Gedanken gemacht hab und worüber ich nachdenke, wenn ich überhaupt nichts mehr zu tun habe. Nuja, so ist wenigstens ‘ne dreiviertel Stunde meines öden Samstags rumgegangen. Achja, falls ihr „Last City Raiders“ noch nicht geschaut habt, tut das auch nicht. Ich hab mir den Film (gezwungenermaßen) gestern angeschaut, weil ich überboten wurde, was das Abendprogramm anging. Das Teil ist mitunter der größte Shit, den ich gesehen habe. Voll unrealistisch, voll schlecht geschauspielert, voll schlechte Actionszenen und ein noch beschisseneres Ende. Das war so ein übler Krampf. Das Drehbuch dazu hätte jeder während einer Sitzung auf’m Pott schreiben können, echt jetzt !

Eins noch zum Schluss : Ich hab durch die OP eine Geschmacksstörung, bei der ich Süßes beim Abgang als bitter wahrnehme.