17.00 Uhr // Claude Debussy – Claire de Lune
Für einen noch besseren Start in den Tag fehlt mir nur noch ein MP3 Wecker. Heute hat also offiziell meine Abi-Lern Woche angefangen. Doch zuvor fing der Tag an mit dem täglichen Besuch ins Klosett, gefolgt von einem kleinen, ausgewogenen Frühstück + Kaffee. Leider war es zu dieser Zeit ca. 10.30Uhr und das Fernsehen hatte nichts zu bieten, außer „Barbara Salesch“, „Mitten im Leben“ und die volle Bandbreite vom Proleten – TV. Folglich habe ich (gezwungenermaßen) einem 44 – Jährigen Kerl dabei zugeschaut, der übrigens bei DSDS gecastet wurde, wie er mit seiner großen Liebe einige schöne Tage verbrachte, sie aber letztendlich doch keine Beziehung mit ihm wollte und das Fernsehteam ihm Fragen stellen wie „Und…wie geht’s jetzt weiter?“, in einem Zustand, wo du dich ohnehin fühlst wie der letzte Hund. Nach diesem Ausflug zur Proletenschaft Deutschlands bin ich joggen gegangen, im Freien. Der Weg ging von mir über meine Bushaltestelle nach Altknielingen / Alb, zurück zum Siemens Park, bis mir die Idee kam, mein Fahrrad vom Lukas abzuholen. Nachdem ich mich dann über den Siemensbuckel abgewrackt habe fiel mir schließlich auf, dass ich nur den Hausschlüssel, nicht aber den Fahrradschlüssel dabei habe. Schließlich krampfte ich den Buckel wieder hoch Richtung Knielingen und über Mazze’s Hütte / Bolzplatz ging es schließlich wieder nach Hause. Dort dann eine halbe Stunde ausgeruht, geduscht und dann ging’s endlich ran an den Speck.
Zum Einstieg stand heute Mathematik – Funktionsuntersuchungen bei ganzrationalen / gebrochenrationalen Funktionen und allgemeines Ableiten auf dem Plan. Ersteres verlief relativ problemlos, beim Ableiten erkannte ich dann schließlich, dass ich bei 0 anfangen muss. Kettenregel, Produktregel, Quotientenregel bei ganz – und gebrochenrationalen Funktionen, e-Funktionen, ln-Funktionen, Wurzelfunktionen und schließlich trigonometrischen Funktionen hab ich mehr oder weniger „wieder“ erlernt und hab’ ein recht sicheres Gefühl dabei. 3 Stunden Mathe Pur. Ich denke, das reicht für ein Tag, wo noch die „A horse and two goats“ Shortstory dazukommt. Und jetzt habe ich Freizeit seit 16Uhr, wo ich noch nichts zocken will, weil das ja das Erlernte kaputt macht etc. blingbla.Also schau’ ich King Of Queens und mach’ meinen täglichen InetCheck, SchülerVZ, Facebook, Fettspielen.de, Jens Blog, Sport1.de und mein Nachrichtenticker-Widget, voll gut das Teil.
Ein neues „Hobby“ hab ich jetzt auch : Google Earth. Aus Langeweile hab ich gestern damit angefangen, bekannte Orte einzutragen. Mein Zuhause, Schule, diverse andere Zuhause(n ?). Beim Time Square war ich auch schon, bei der Sphinx, Japan, Prag, Berlin und die Jesus-Statue in Brasilien sowieso. Und da kommt’s zum eigentlichen Thema. Neulich haben wir in Biologie das Thema „Entstehung der Erde“ angefangen und dabei einen Lehrfilm angeschaut. Es waren wirklich beeindruckende Berglandschaften, Täler, Schluchten, Klippen, Krater und alle Schönheiten der Natur zu sehen. Und seitdem bekomm’ ich einen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Was wäre, wenn mich in Karlsruhe nichts mehr hält und ich nach vollendetem Zivildienst einfach alles verfügbare Geld (außer das vom Sparbuch) zusammen mit den wichtigsten Sachen nehme und einfach loslaufe. Rund um die Welt letztendlich, egal wohin und egal wie, einfach von einem Ort zum anderen, das nötigste Geld verdienen und weiter zum Nächsten reisen und die anderen Nationen, Kulturen und die verschiedensten Menschen kennen lernen. Angefangen von Karlsruhe / Knielingen Richtung Norden. Köln, Hamburg, Dänemark und Skandinavien, das Nordlicht sehen. Dann wieder zurück Richtung Süden. Italien, Kroatien und Griechenland, mit ein paar lustigen Griechen den ganzen Tag essen und Ouzo trinken und danach alte anktike Bruchstätten bei Athen bewundern. Mit der Fähre weiter zur Türkei, in Istanbul ein Badehaus besuchen. Und dann irgendwann Japan erreichen bis zum letzten Ziel, Amerika. Eine Art Roadtrip durch die Staaten und runter nach Brasilien zum Karneval. Afrika muss nicht unbedingt sein, wo ich ein paar Sachen ohnehin dort schon kennengelernt habe. Nach dem Karneval dann in Rio geht’s irgendwie nach Portugal, über Spanien geht’s nach Frankreich an die Côte d’Azur, Monaco und dann über ein paar Ecken nach Hause. Das klingt alles sehr träumerisch, weil ich nicht weiß, wie viel Geld man dafür mindestens braucht, wie viel Vorinformationen man woher braucht, welche Papiere nötig sind und so weiter und so fort. Aber je öfter ich daran denke, desto mehr brennt es sich im Hinterkopf ein. Es wird wohl unter die Rubrik „Träume, die ich mir irgendwann erfüllen werde“ einsortiert. Ein „Anfang“ wird Berlin Ende April sein, dort wird es wohl in 4 Tagen genug zu entdecken geben.
Video des Tages : Bowling – in seiner vollen Ästhetik





