.:::Reise Reise

23 02 2009

17.00 Uhr // Claude Debussy – Claire de Lune

Für einen noch besseren Start in den Tag fehlt mir nur noch ein MP3 Wecker. Heute hat also offiziell meine Abi-Lern Woche angefangen. Doch zuvor fing der Tag an mit dem täglichen Besuch ins Klosett, gefolgt von einem kleinen, ausgewogenen Frühstück + Kaffee. Leider war es zu dieser Zeit ca. 10.30Uhr und das Fernsehen hatte nichts zu bieten, außer „Barbara Salesch“, „Mitten im Leben“ und die volle Bandbreite vom Proleten – TV. Folglich habe ich (gezwungenermaßen) einem 44 – Jährigen Kerl dabei zugeschaut, der übrigens bei DSDS gecastet wurde, wie er mit seiner großen Liebe einige schöne Tage verbrachte, sie aber letztendlich doch keine Beziehung mit ihm wollte und das Fernsehteam ihm Fragen stellen wie „Und…wie geht’s jetzt weiter?“, in einem Zustand, wo du dich ohnehin fühlst wie der letzte Hund. Nach diesem Ausflug zur Proletenschaft Deutschlands bin ich joggen gegangen, im Freien. Der Weg ging von mir über meine Bushaltestelle nach Altknielingen / Alb, zurück zum Siemens Park, bis mir die Idee kam, mein Fahrrad vom Lukas abzuholen. Nachdem ich mich dann über den Siemensbuckel abgewrackt habe fiel mir schließlich auf, dass ich nur den Hausschlüssel, nicht aber den Fahrradschlüssel dabei habe. Schließlich krampfte ich den Buckel wieder hoch Richtung Knielingen und über Mazze’s Hütte / Bolzplatz ging es schließlich wieder nach Hause. Dort dann eine halbe Stunde ausgeruht, geduscht und dann ging’s endlich ran an den Speck.

Zum Einstieg stand heute Mathematik – Funktionsuntersuchungen bei ganzrationalen / gebrochenrationalen Funktionen und allgemeines Ableiten auf dem Plan. Ersteres verlief relativ problemlos, beim Ableiten erkannte ich dann schließlich, dass ich bei 0 anfangen muss. Kettenregel, Produktregel, Quotientenregel bei ganz – und gebrochenrationalen Funktionen, e-Funktionen, ln-Funktionen, Wurzelfunktionen und schließlich trigonometrischen Funktionen hab ich mehr oder weniger „wieder“ erlernt und hab’ ein recht sicheres Gefühl dabei. 3 Stunden Mathe Pur. Ich denke, das reicht für ein Tag, wo noch die „A horse and two goats“ Shortstory dazukommt. Und jetzt habe ich Freizeit seit 16Uhr, wo ich noch nichts zocken will, weil das ja das Erlernte kaputt macht etc. blingbla.Also schau’ ich King Of Queens und mach’ meinen täglichen InetCheck, SchülerVZ, Facebook, Fettspielen.de, Jens Blog, Sport1.de und mein Nachrichtenticker-Widget, voll gut das Teil.

Ein neues „Hobby“ hab ich jetzt auch : Google Earth. Aus Langeweile hab ich gestern damit angefangen, bekannte Orte einzutragen. Mein Zuhause, Schule, diverse andere Zuhause(n ?). Beim Time Square war ich auch schon, bei der Sphinx, Japan, Prag, Berlin und die Jesus-Statue in Brasilien sowieso. Und da kommt’s zum eigentlichen Thema. Neulich haben wir in Biologie das Thema „Entstehung der Erde“ angefangen und dabei einen Lehrfilm angeschaut. Es waren wirklich beeindruckende Berglandschaften, Täler, Schluchten, Klippen, Krater und alle Schönheiten der Natur zu sehen. Und seitdem bekomm’ ich einen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Was wäre, wenn mich in Karlsruhe nichts mehr hält und ich nach vollendetem Zivildienst einfach alles verfügbare Geld (außer das vom Sparbuch) zusammen mit den wichtigsten Sachen nehme und einfach loslaufe. Rund um die Welt letztendlich, egal wohin und egal wie, einfach von einem Ort zum anderen, das nötigste Geld verdienen und weiter zum Nächsten reisen und die anderen Nationen, Kulturen und die verschiedensten Menschen kennen lernen. Angefangen von Karlsruhe / Knielingen Richtung Norden. Köln, Hamburg, Dänemark und Skandinavien, das Nordlicht sehen. Dann wieder zurück Richtung Süden. Italien, Kroatien und Griechenland, mit ein paar lustigen Griechen den ganzen Tag essen und Ouzo trinken und danach alte anktike Bruchstätten bei Athen bewundern. Mit der Fähre weiter zur Türkei, in Istanbul ein Badehaus besuchen. Und dann irgendwann Japan erreichen bis zum letzten Ziel, Amerika. Eine Art Roadtrip durch die Staaten und runter nach Brasilien zum Karneval. Afrika muss nicht unbedingt sein, wo ich ein paar Sachen ohnehin dort schon kennengelernt habe. Nach dem Karneval dann in Rio geht’s irgendwie nach Portugal, über Spanien geht’s nach Frankreich an die Côte d’Azur, Monaco und dann über ein paar Ecken nach Hause. Das klingt alles sehr träumerisch, weil ich nicht weiß, wie viel Geld man dafür mindestens braucht, wie viel Vorinformationen man woher braucht, welche Papiere nötig sind und so weiter und so fort. Aber je öfter ich daran denke, desto mehr brennt es sich im Hinterkopf ein. Es wird wohl unter die Rubrik „Träume, die ich mir irgendwann erfüllen werde“ einsortiert. Ein „Anfang“ wird Berlin Ende April sein, dort wird es wohl in 4 Tagen genug zu entdecken geben.

Video des Tages : Bowling – in seiner vollen Ästhetik





.:::Mal schaun

16 02 2009

22:36 Uhr // Greg Packer – Hawaiian Groove

Da binsch wieder, mit relativ guter Laune, trotz der Matheklausur am Donnerstag, die mir ziemlich am Sack hängt und ich so gut wie gar nichts dafür getan habe. Ich setz’ wieder auf das Motto „Mal schaun’ wies wird, ne“, so wie’s Timur jedes Mal meint, zu machen. Letzte Matheklausur wurde schließlich auch 3 Punkte besser als ich erwartete, also…“mal schaun“, wa. Dann ist am Donnerstag ja auch der berühmt berüchtigte Schmudo, an dem ich vor einem Jahr einer meiner dunkelsten Abenden erleben musste, auf den ich nicht unbedingt stolz bin. Weiter ausführen brauch / will ich’s jetzt nicht, rumgesprochen hat sich das sowieso. Also, SchmuDo und auch dieses Mal bin ich dabei. Geplant ist (mal wieder) gar nichs, nichts zum Vorglühen, keine Heimfahrt und es ist nichtmal sicher, wer alles mitkommt. Aber irgendwie glaube ich, dass der Abend ganz lustig wird, schaun ma mal. Viel witziger wird aber wohl der Freitag danach, mit Restalk total verstrahlt Deutsch absitzen im Matrosenkostüm und die anderen fertigen Gesichter beobachten. Danach geht’s feuchtfröhlich mit der Polonäse durch die Schule weiter, wo wir auch beim nächsten Thema wären – Stufentreffeeeen! Wieder einmal hat sich genau die Stufenmenthalität gezeigt, wie ich sie in Erinnerung hatte : Desinteresse, keine Motivation und hauptsache so schnell wie möglich weg von der Veranstaltung. Bevor ich aber wieder in alte Zeiten verfalle, breche ich das Gehate lieber ab, lehn’ mich bei der Sache weiterhin zurück und schau mir die Schlammschlacht in Ruhe an (so eingebildet!).

Naja, viel gibt es eigentlich nicht zu erzählen. Außer das Wochenende, das war mal wieder lustig. Freitags hab ich mit der Wertesten ein wenig den Valentinstag „vorgefeiert“, weil wir uns an der eigentlichen „Zeremonie“ Zeit für die anderen Schatzis und Schatzinnen nehmen wollten. Trotz der eigentlichen Abneigung gegen den Kommerz-Total-Tag hab ich dann doch eine große rote Rose und ein Milka-Herzteil gekauft, nicht unbedingt des Anlasses wegen, sondern vielmehr, weil ich meiner Liebsten eine Freude machen wollte. Beim Madmax dann wurde noch ordentlich reingehauen, ein Dankeschön hierbei an Sabri, die uns die Getränkekosten erstattete. Samstag dann war irgendwie verstrahlt, als ich heimkam. Niemand hatte Zeit abends, geschweige denn Lust und Laune. Spontan hab ich dann de gude Jens angeschrieben und nach BilligLAN gefragt, worauf nur ein schlappes „wees ned“ kam. Halbe Stunde später dann kam ein „Ajo, dann mach ich mich wohl auf den Weg“ und der Abend war doch noch gerettet. Ich konnte nichtmal was essen, so schnell war der neue dünne Jens vorort. Da ich ohnehin die Spontanität in Person an diesem Abend war, kam mir dann auch noch die Idee, Pizza zu bestellen. Um nicht voll aus den Angeln zu schlagen, wollte ich erst eine Familienpizza vorschlagen, aber bevor ich Famil… sagte, brachte Jens schon „Partypizza!“ hervor. Guter Junge. Mit einer Schinken-Mozarella Partypizza, dem Film Airheads und Lemon Bier wurde es dann wahrlich ein BilligLAN Abend, der dem Namen alle Ehre machte. Ein wenig gezockt, irgendwann hing man nur noch da und hat lustige Videos und Bilder angeschaut. Zum Ende des Wochenendes kam dann schließlich noch de Enderle, nachdem Jens meine Couch befleckte und Bechtl sich meine Reli-Blätter ausleite. Der längst fällige Englischkurs-Bericht musste geschrieben werden und es ist freilich ein gelungener Bericht – lohnt sich zu lesen !





.:::Ich – mal anders erklärt

10 02 2009

20.21 Uhr // Stereo Sushi Vol. 12

Der Zwillingsmann

Er ist andauernd unterwegs, von einem Ort zum andern, von einem Menschen zum andern, von einer Tätigkeit zur andern. Ruhelos, nervös, begnügt er sich nicht damit, jeweils einen Tag zu erleben, sondern sucht eine Woche oder einen Monat in einen Tag zu pressen und auf verschiedenen Ebenen zugleich zu leben. Was immer er gerade tun mag, er sehnt sich danach, etwas anderes zu tun. Er schwelgt in Widersprüchen[...]„

Deswegen glaube ich an Horoskope ! Es trifft so dermaßen auf mich zu und jedes mal, wenn ich in die Fernsehzeitschrift schaue und mein Horoskop für die nächste Woche lese, trifft es (einigermaßen) so ein. Aberglaube – natürlich, aber irgendwie ist es schon faszinierend, wie es fast jede Woche so geschieht. Bei letzterem Satz von meinem Auszug musste ich spontan an Jens denken, der mal zu mir sagte, ich sei richtig unentschlossen und untrve. In gewisser Weise ja, wobei zweiter Aspekt wohl krass ausgedrückt ist. Bestes Beispiel wäre wohl die Robin – Jens Geschichte. Keiner von beiden kann sich leiden, der eine mehr als der andere und ich bin mit beiden ziemlich eng befreundet. Mit dem einen verbinde ich die jahrelange Beziehung von mehr als 14 Jahren, beim anderen hab ich neben Sophie und meiner Mutter den besten Gesprächspartner.

„[...]Mißerfolge bekommen ihm schlecht. Er zerfleischt sich vor Selbstvorwürfen und versinkt in eine Depression, die seine geheime Furcht vor Unzulänglichkeit bestätigt. Aber diese Stimmung dauert nicht lange. Ein neues Interesse stachelt ihn an und gibt seinen Lebensgeistern kometenhaften neuen Aufschwung.[...]„

„[...]Seine größte Schwierigkeit ist seine Unschlüssigkeit. Weil es ihm schwerfällt, bei der Stange zu bleiben oder etwas bis zu Ende durchzuführen, beschuldigt man ihn oft, launisch und unbeständig zu sein. Sobald er den Kern eines Problems herausgeschält hat, sucht er sofort etwas anderes, etwas Neues etwas jenseits des Horizonts.[...]„

Übel. Beispiel mein letzter Post. Geplagt und überhäuft von kleineren schlechten Erlebnissen kommt so ein Post, wo die ganze Welt gegen mich ist und ich gegen vieles wehleidig bin und vieles zu persönlich nehme – das war vor genau 7 Tagen. Und jetzt, eine Woche danach bin ich wieder bester Laune. Auch wenn ich wohl etwas dagegen unternommen habe, weil ich mit Leuten über meine Probleme und Gedanken (diese Anerkennungssache, Hierarchie/Konkurrenzgefühl) geredet habe. Die Ergebnisse sehen bis jetzt positiv aus, wobei man sowieso nichts anderes machen kann als abwarten.Wo ich dann was neues suche…Könnte man wohl mit der Suche nach der „wahren“ Persönlichkeit begründen, die ich laut letzten Posts ja noch nicht gefunden habe.

„[...]Er arbeitet angestrengt, doch nur für kurze Zeit. Seine besten Leistungen erzielt er, wenn die Arbeit eine anregende geistige Herausforderung bedeutet. Er braucht häufige Pausen, Ferien, Unterbrechungen der Routine. Im Grunde machen ihm seine Liebhabereien mehr Spaß als irgendeine Arbeit.[...]

Stichwort Saisonarbeiter. Zur Zeit hab ich ein richtiges Hoch in der Schule, kann mich gut am Unterricht beteiligen und weiß was. Pausen ja, was wohl meine Unfähigkeit begründet, einen Wochenplan durchzuhalten. Wo ich mir einen Plan gut durchdacht erstellt habe, aber nach 4 Tagen scheitere, weil ich zu faul bin oder wieder zu unmotiviert und mir Lernen / Arbeiten / etc. nicht mehr Spaß macht. Bestes Beispiel meine Arbeitsstelle, die ich aufgegeben habe, weil mir 3x 2 Stunden in der Woche arbeiten gehen irgendwie zu stressig wurde. In die Stadt fahren, 2 Stunden zocken, heim fahren und dann mit Schulaufgaben anfangen, das wurde mit Zunahme des Führerscheins zu stressig.

„[...]Es fällt ihm schwer, das Geld zusammenzuhalten. Besitztümer schlüpfen ihm durch die Finger. Wenn sein Bankkonto angeschwollen ist, fühlt er sich ungemütlich und sucht Gründe, das Geld loszuwerden.[...] „

Joa, 14 Shirts, ständig neue DVD’s und häufige Mittag/Abendessen außerhalb Mamas Küche sind wohl Beweis genug dafür. Zudem noch ständig neue technische Investitionen, die mir einfallen. Laptop, Handy, Nintendo Wii – als nächstes steht ein CamCorder auf der Wunschliste.

„[...]Im Grunde machen ihm seine Liebhabereien mehr Spaß als irgendeine Arbeit.[...]„

………

Joa, die Idee kam mir spontan, weil ich nur einen kleinen Auszug aus einer Begriffserklärung für Sternzeichen Zwilling suchen wollte, um meinen eigentlichen Post einzuleiten, bei dem ich über die vergangene Woche an sich berichten wollte. Rockfasching-Bilder lad’ ich noch ein paar hoch, werd wohl eh noch ne Fotomix-Galerie erstellen, weil ich viel einzelne Fotos noch rumfahren habe.

Bemerkung zum Video des Tages : schaut’s euch an, es ist der Ex-Wettbewerb zwischen Lukas (links) und Ex-Weltmeister himself Alex aus Graben-Neudorf, Gewinner dieses Kampfes der Bier-Giganten.