.:::Gonna fly now

27 07 2009

22.52 Uhr // http://www.di.fm – Soulful House

Heute kam vom ADAC ein Brief, in dem stand, dass ich noch 19 Euro zahlen muss bis zum 1. September. Wisst ihr, vor etwa einem Jahr war ich mit Döring, Mazze und Bechtl im A5, total voll natürlich. Am Eingang stand so ein ADAC Fritze und hat uns zugelabert von wegen Mitglied werden und so. Nicht zugehört, nur nebendran gestanden und dann kam dieses Wort „kostenlos“. Hajaaa, her mit dem Wisch und unterschrieben. Und jetzt ein Jahr danach, kommt quasi das „Ergebnis“, das rauskommt, wenn man besoffen Verträge abschließt. Wobei es eigentlich ganz angenehm ist, 19 Euro pro Jahr, dafür Pannenhilfe und so. Wahrscheinlich sprechen die nicht umsonst besoffene Idioten im A5 an. Oder eine andere Geschichte in Verbindung mit Alkohol, näher mit Bier :

Clipboard01

Nun gut, die Woche war recht unterhaltsam. Anfangs das Wetter noch gegen Null strebend, wurde es zum Mittwoch immer besser, ich konnte sogar wieder kicken gehen seit Monaten. Am selben Abend traf ich mich mit Haan und Pat zum Bierle trinken. Der ursprüngliche Plan bestand darin, dass wir an den Messplatz fahren und uns vor das „Cat Empire“ Konzert setzen, der Musik lauschen und unsre Bierchen zischen. Lukas und Tim, die eine Karte dafür käuflich erworben hatten, gaben uns die Karten damit wir’s zumindest versuchen konnten. Nachdem Pat aka Tim Winter erfolgreich durch den Einlass konnte, versuchte ich es mit Haan. Am Einlass dann entstand folgende „Diskussion“ :

Frau : Neee ! Nee so ned, den Tim Winter hab ich jetzt grad eben reingelassen !

Ich : Awas…So viel Tim Winter kann’s doch gar ned geben…*Lach*

Haan : Jaaa eeey…wir wollten jemand von der Bahn abholen, aber der is halt jetzt schon drin…und wir haben keine Auslasskärtchen bekommen…

Frau : Die hat jeder bekommen.

Haan : Nee..wir ned.

Frau : Doch, die hat jeder bekommen.

Haan : Nee…

Frau : Doch !

Ich : Ja aber uns hat man keine gegeben.

Frau : Doch…tja…nja…………………..ach..geht halt rein !

Pat kommt vorbei, will reinlaufen

Frau : Ey du Kartenbetrüger !!! [...]

Der Rest war dann nebensächlich. Ergebnis des Abends : Kostenloses Cat Empire Konzert, neue Band entdeckt, lustiger Abend und neues Poster. Nebenbei noch..Cat Empire macht von alles ein bisschen. Ska, Raggae, Hip Hop oder Rock undnochsovielmehr.

http://www.myspace.com/thecatempire

DAS Fest war dieses Wochenende ja auch. Letzteres wurde definitiv getoppt (zumal das sowieso totaler Flop war), Irie Revolte, Culcha Cundela, Peter Fox hab ich mir angehört. Sonntags beim gefuchsten Peter hab’ ich dann Marc getroffen, der tausendundeins Getränkecoupons bei sich hatte und so war der Abend biertechnisch gut versorgt. Alles in Allem aber war’s jetzt auch nicht sooooo der Hammer, Beatsteaks und Seeed sind einfach unantastbar (keene bösen Anglizismen!)

Tja…und sonst. Die Lloret – Helden haben die Schweinegrippe mitgebracht, statt ein Postkärtchen. Ist doch auch mal originell. Ich freu mich auf Freitag, probier immer mehr in der Küche aus und triele so vor mich hin. Vorhin hab’ ich schonmal probe gepackt, muss ja irgendwie die 10Kilo Grenze einhalten beim Handgepäck. Morgen geht’s mit den Eltern nach Zweibrücken zum Lagerverkauf, das wird auch noch eine dufte Angelegenheit. ‘S normale Leben eben.

Ach und…legt euch Skype zu, das Programm ist extrem geil. Videotelefonie, Gruppenchat und eine Funktion, bei der ihr euren Gesprächspartner beobachten könnt, was er auf seinem Desktop macht. Ideal, wenn man jemand etwas zeigen will. Suboptimal, wenn man Nackedeibilder ungeachtet geöffnet hat.

(edit : ich entschuldige mich für die schwache Textformulierung und Wortwahl, aber irgendwie hab ich’s heut einfach nicht mit dem Schreibfluss)





.:::Lückenfüller

21 07 2009

08.15Uhr // http://www.sky.fm/bossanova/

Also gut…Um ein wenig Abwechslung reinzubringen in die obligatorische erste Arbeits-Viertelstunde, blogge ich heute mal. Ist auch wieder bitter nötig, nach den letzten zwei eher schlecht als rechten Einträgen. Heute hab’ ichs also recht gut aus dem Bett geschafft, die Zeit spricht für sich. Wo ich doch wieder bis spät in die Nacht mit Marc am Blubbern war und bei „Shaun of the Dead“ das Hirn ausgeschalten habe.

Dörflerparty am Samstag, war mal wieder eine willkommene Abwechslung zu der eher verkorksten Woche im Gesamten. Kein richtiges Wetter (außer Donnerstag), Arbeit nervte und daheim saß ich mehr oder weniger fest und hatte nichts zu tun. Nachdem samstags ein ewiges Hin und Her bezüglich der Anfahrt ins Dorf den Mittag bestimmte und ich fast schon verzweifelt nach einem Transport für meine Kiste Bier suchte, wendete sich gegen Abend doch alles zu meinen Gunsten : Lukas fuhr (und pennte bei Softe), ich musste den Kasten nicht schleppen, die Wolken wurden durch die Sonne aufgebrochen und ein leckeres Hühnerbrustschnitzel mit Paprika / Kräutermarinade mit gewürzten und gebutterten Maiskolben warteten auf den heißen Grill. Feine Sache, zumal der Abend (mal wieder) mit einer Shishasitzung eingeläutet wurde. Anfangs eher schleppend, wurde die Party dann immer lustiger, je dunkler es wurde. Alkohol gab es in Massen und als dann noch Jens mit 1x Razz, 1x Smirnoff kam und mir alles plus ein Despo anbot war das Gemüt vollstens bedient. Ein kurzer nach dem anderen, Bier hier, Razz da, die Leuten tranken und redeten und Lukas und ich proleteten gut herum. Die eher negative Erkenntnis am Abend war, dass übermäßiges Fressen (was auf das Grillgut und die leckeren Desserts zurück zu führen sind) plus Trinken gleichzeitig keine gute Mischung ist, da der Ranzen schnell spannt und man nicht auf den schwankenden Genuss des Alkohols kommt. Wobei…soviel, wie wir wieder gesoffen haben war’s vielleicht gar nicht so negativ. Wiedemauchsei, alles in allem war’s doch ganz lustig wieder, Lukas voll, Jens total voll, ein paar Alko-Opfer und eine gelungene Feier.

Auf der Arbeit tut sich momentan nicht so viel, zumal das Links spammen (wieder) an der Tagesordnung steht, die meisten Onlinegaming Seiten von uns abgegrast sind, was !gute! Flashgames angeht und der FamilyOne Support einfach nur lästig ist, obwohl es die leichteste aller Aufgaben ist. Trotzdem häng’ ich nicht da und bin selbstmordgefährdet oder ein Choleriker wie in dem Film „Falling Down“ mit Michael Douglas.

„William Foster – so heißt der Mann, der aus dem Auto ausstieg – arbeitete bei einer Rüstungsfirma und wurde etwa einen Monat zuvor entlassen. Auf seinem Weg gerät er in einen Streit mit Mitgliedern einer Latino-Jugendgang, die ihn kurz darauf aus einem Auto erschießen wollen, dabei jedoch einen Unfall haben. Foster nimmt deren Schusswaffensammlung mit und marschiert weiter durch Los Angeles. In einem Fastfoodrestaurant möchte er ein Frühstück bestellen. Da die Frühstückszeit aber seit ein paar Minuten vorbei ist und nun die Mittagskarte gilt, zwingt er den Filialleiter mit einer Maschinenpistole dazu, ihm das Frühstück zu servieren. Mittlerweile ist ihm die Polizei auf den Fersen.“

Ein richtiger Psychopath, dessen Tag einfach beschissen lief. Kündigung, Stau, kein Frühstück. Der Clip spricht für sich.

Um aber wieder auf mich zurück zu kommen…Nein, ich bin nicht so schlecht gelaunt wegen der Arbeit, die Schwarzmalerei der letzten Woche ist wieder vorbei. Und ein Lob des Chefs bezüglich des Arbeitsoutputs stärkt noch das Ego. Achja…Gestern hatte ich ein nettes ICQ Gespräch mit Jana und dabei ist eine nette Idee aufgekommen. Da sie ja mit ein paar anderen Mädels Fußball spielt fragte sie (zunächst) aus Spaß, ob wir ein kleines Fußballspiel veranstalten. Da mir die Idee immer besser gefiel und man ein kleines Treffen mit Fußballmatch, Fankurve und einer Aftershowparty in Form von Grillen und Saufen veranstalten könnte, einigten wir uns darauf, im August eine Mail raus zu geben.

Bleibt nur noch darauf zu warten, dass das Wetter konstant sonnig bleibt, der Europapark Trip doch noch vor den Sommerferien stattfindet, das Fest trocken bleibt und die Acts geil werden und ich die 10Kilo Gepäckgrenze für Finnland nicht überschreite. Yippieh Yey Schweinebacke.





.:::Wehleiden des Mannes

14 07 2009

21:01Uhr // Gorillaz – Clint Eastwood

Die Trauerphase des Abschied-Nehmes ist vorbei. Und jetzt ? Ich komm’ mir vor, wie mitten im allseits bekannten Schulalltag, um die Herbst – bis Winterzeit herum. Nur ganz ohne Schule. Bedeckter Himmel, ständiger Regen, schlechtes Wetter und immer das Gleiche : Um Halb Acht aufstehen, arbeiten, um 15Uhr heimfahren, Fitness oder nicht wissen, was als nächstes tun. Grob gesagt. Weiter im Detail fühl’ ich mich ziemlich komisch, so gleichgültig, was stark an „L’Etranger“ erinnert. Lasst den obigen Song auf euch wirken und schaut in den tristen Himmel, dann wisst ihr, wovon ich rede.

Die Arbeit nervt einfach momentan. Ständig irgendein Mist, der zu erledigen ist. Man merkt richtig, dass ein Praktikant im Hause fehlt, der die ganze Drecksarbeit in Form von Accounts löschen, Support und sonstige Fizzeles-Arbeit erledigt. Im Prinzip ist es ja nichts übermenschliches oder eine unmögliche Aufgabe. Wenn allerdings das Admintool dazu ständig spackt, man nur 3 Accounts gleichzeitig löschen kann (wenn gefühlte 500 zu löschen sind), dann sieht die Sache ein bisschen anders aus. Dazu kommen immer öfter auftretende Fehler am Computer, Lags, Verzögerungen und so weiter. Also ist man schon mal gut genervt wenn es um 15Uhr zum Feierabend bimmelt. Ich steig’ schließlich auf mein Rad und fahre heim.

Aber das Übel beginnt schon früher. Schon beim täglichen Klamotten raussuchen macht sich Ungewissheit breit, da man sich ja nie richtig auf dieses !beschissene! Wetter einstellen kann. Kurze Hose ? Jeans ? Wifebeater ? Langes Shirt ? Jacke oder Hemd ? In solchen Tagen wünsch’ ich mir eine dieser Multifunktionshosen, bei denen es Hosenbeine zum Entfernen gibt.

Aber weiter im Text. Ich greif’ also willkürlich in die Klamottenkiste und spekuliere gleichzeitig auf besser / schlechter Wetter. Zu allem Übel trifft dann das genaue Gegenteil ein. Und dann wieder das Spekulierte, später aber wieder das Gegenteil. Ein wahres Wechselbad…auch der Gefühle. Es stimmt also schon, dass das Wetter die Laune des Menschen beeinflussen kann. Dieses Hin und Her, schwüles-Schwitz-aber-trotzdem-mit-Regenschauer-Wetter macht einen total verrückt. Vermischt mit dem chaotisch nervenden Arbeitstag ergibt das eine ziemlich saure Lösung. Daheim ist es auch nicht gerade besser, ich darf (kann) nicht mit dem Wagen rumfahren wie ich will, die Schwester nervt mit ihren Stimmungsschwankungen, ich hab’ nichts zu tun und im Freundeskreis fühlt man sich (mal wieder, nicht des Urlaubs wegen) ausgeschlossen. Was kann man da noch machen ? Auf besser Wetter warten…ganz Recht. Denn Donnerstag soll es (schlagartig, wie es das Schicksal will) wieder besser werden. Und oh Zufall, damit wird auch für mich das Wochenende eingeläutet, da ich mein arbeitstechnisches Soll bis dahin erfüllt habe. Der Frust, Ärger und die Nervereien ziehen bis Donnerstag also von Dannen und wie das Wetter wechselt, wechselt auch meine Laune. Behaupte ich jetzt.

Aber in solchen Momenten ist es immer noch schön, wenn man einen lustigen oder positiven Moment erlebt. Da wäre das tägliche Sub des Tages oder Hampeleien vom Leidgenossen Jens, auch wenn es nur ein lustiger Song ist, den er mir während der Arbeit schickt. Oder positive Funde im Gedankengut. Zum Beispiel ist mir vorhin eingefallen, wie schrecklich dieses Rumsitzen ist, was einerseites ziemlich abschreckt aber andererseits auch Motivation genug ist für später, wenn ich mich um’s Studium bemühe. Oder einfach daran zu denken, dass bald Wochenende ist, das Wetter wieder besser wird, die Dörfler Party am Samstag feuchtfröhlich wird, ich bald in Finnland bin, im September doch noch einen Strandurlaub mache und zu erleben, wie nach einem gemütlichen Bad mit Rasur der ganze Dreck vom Tag weggewaschen wurde.

Mehr Äktschn braucht der Jan.





.:::Denkmal

5 07 2009

23.53 Uhr // Wir sind Helden – Wenn es passiert

Gelassenheit ? Frohsinn ? Vor Motivation und Freude sprühend ? Gerade eher nicht. Ich will gleich zum Thema kommen. Dienstag war also die offizielle Abitursfeier des Jahrgangs 2009. Es war ein ganz netter Abend, ich sah einfach verdammt gut aus in meinem Anzug (verdammt, ja!) und als ich dann noch mein Zeugnis hatte war ich auch verdammt stolz darauf. Doch dann kippte der Abend, mit der Eröffnung des Buffets. Ein Fingerfood Buffet, das gefühlte 5 Minuten stand halt, ehe es völlig abgegrast war. Zu allem Unglück hatte ich meine Karte vergessen und musste 10 Minuten auf meine Schwester warten, die sie mir mitbrachte. 5 Minuten zu spät, kein Spießchen, kein Salätchen, kein Zahnstocher mehr übrig. Wie die Heuschrecken, aber echt. Na gut, die Bühnenshows waren dafür wieder um einiges besser, viel Entertainment und Witz

bis dann schließlich der heiß ersehnte Abifilm dran war. Das Beste kommt eben zum Schluss, oder nicht ? Not. Okay, die Begeisterung und Motivationen strebten stets gegen 0, was die Mitarbeit des Films bezüglich betrifft, aber er war wirklich so schlecht, dass einige das Weite suchten. „Spul mal vor!“ „Mach mal was!“ hörte man aus der Menge (zum Großteil auch von mir), bis dann schließlich das Licht an ging und es durch den Lautsprecher tönte „Joa..räume ma jetzt auf“. Licht, zack, Ende, was zum Teufel ? Die Abiturienten, alle im feinen schnieken Dress mussten abbauen. Die Hälfte hatte sich mittlerweile eh verzogen und während des Abbaus verließen auch weitere das Haus, also war nur nur noch eine handvoll übrig, die weiterfeieren wollten.Und damit war mein ganzer Abgang aus der Schule zerstört. Ich hatte mir genau ausgemalt, wie mein letzter Abend an der Schule enden soll. Wirklich, jedes Detail war perfekt durchdacht und überlegt. Im Hintergrund ein schnulziges Lied, das zum Heulen einladen würde, alle Abiturienten auf der Bühne das letzte Mal vereint, jeder hält jedem im Arm, jeder mit diesem Abschiedsgefühl. Die einen heulen, die anderen verkraften es gerade noch mit der Übermalung des heroischen-ins-Licht-Blickens. Keiner würde sagen „Endlich, ihr Säcke“. Jeder würde betroffen sein und sich in den Armen liegen, bis schließlich das Licht ausgeht. Aber nein. Licht, zack, Ende, was zum Teufel.

Im Carambolage ging es dann schließlich weiter, wenigstens waren noch etwa 20 bis 30 Leute da. Hier stand der Fokus dann völlig auf „Abschießen“. Ein Shot, Bier nach dem anderen bis dann schließlich auch das Carambolage um 5 Uhr seine Türen schloss und die letzten vor der Uni standen. Bis dahin haben sich weitere Leute verabschiedet, mehr zwecksmäßig als herzlich, nach dem Motto „Tschau, bis Montag in der Schule“. Und dann überkams mich einfach, ich war zwar voll wie ‘ne Wanne, aber in diesem Moment war ich mir völlig bewusst, dass ich nicht wegen der Mischung Alkohol + Abschied heulen musste, sondern einzig und allein des Abschieds wegen. Es war zwar nur noch die übliche Runde geblieben, aber es war so heftig. Die offizielle Feier ließ einem keine Chance, damit angemessen fertig zu werden, damit abzuschließen. So arg musste ich seit langem nicht weinen.

Gedankensprung. Am Samstag stand ja Agostea an, ein letztes Mal mit Christina, die morgen nach München fährt für sechs Monate. Beim Luki vorgeglüht, alle gut dabei, Stimmung, Ago voll und so weiter. Sogar Timur war da, mit dem ich mich überraschender Weise wieder so unterhalten hab, wie zu Prager Zeiten, wo man die ein oder anderen Geheimnisse austauschte und tiefgründigere Gespräche führte. Was ich davon halten soll, weiß ich jetzt immer noch nicht, da Timur eine dieser dubiosen Personen sind, die ich nie richtig einschätzen kann (und ich behaupte einfach mal, dass ich Menschen ganz gut einschätzen kann). Nun denn, auch im Agostea war dann Ende Gelände und da kam wieder dieses Gefühl. Ich musste allein heimfahren, da Chrissi abgeholt wurde und die anderen mit dem Rad unterwegs waren, also saß ich im NL3 und hatte nichts zu tun. Ich dachte nach. „Deine beste Freundin ist weg, 6 Monate. Und niemand weiß, ob es wirklich nur 6 Monate sind“. Diese Tatsache war dann Auslöser, wieder an die ganze Truppe zu denken. Es gab einfach keine Chance, sich angemessen zu verabschieden und das macht die Sache so schwer. Egal, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass ich die ganzen Spackos und Schlampen nie wieder sehen muss. Egal, wie sehr ich mich darauf gefreut habe, nie wieder Herr Baumann sehen zu müssen und egal, wie sehr ich mich darauf gefreut habe, nie wieder diesen Stress haben zu müssen. Es ist war, jeder Ehemalige, der sagt, dass er gerne nochmal in die Schule gehen würde, er hat Recht. Zwar wohl auch, weil es in der Schule um einiges lockerer war, als in der Arbeitswelt. Aber wenn ich daran denke, dass zuerst meine beste Freundin, mit der ich die beste und erfolgreichste Mann-Frau-Freundschaft hatte, dann muss ich auch daran denken, dass sich auch der Freundeskreis so schleichend auflösen wird. Die Stufenkollegen, mit denen man sowieso nichts zu tun hatte, sind eh schon weg. Aber es fängt schon mit den oberflächligen Beziehungen an, die durchaus positiv waren. Dann kommen die engeren Beziehungen, mit denen man auch das ein oder andere Mal weg war. Und dann, der Freundeskreis. Die äußere Schicht, die immer dabei waren. Schließlich der enge Kern, der irgendwann nicht mehr besteht aufgrund der Arbeitswelt und der unterschiedlichen Zukunftsgedanken. Dass Chrissi weg ist, war für mich ja schon ein Faustschlag. Aber was mach’ ich bei Mazze, Bechtl, Lukas oder Jens ? Bei Sophie ? Wenn ich sehe, dass mehr und mehr Leute kommen und sagen, sie wollen doch lieber noch eine Weile in Karlsruhe bleiben, da wird mir ganz komisch, wo in meinen Zukunftsplänen ja auch noch ein großes Fragezeichen bezüglich des Studiumortes steht.

Das ist, ehrlich gesagt, für mich sehr schwer momentan. Es ist irgendwie erleichternd, dass es anderen Leuten ähnlich geht (siehe Jens Blog). Aber man fühlt sich auf einmal so allein gelassen, die Familie steht hintendran, aber kann auch nicht so richtig über den Verlust hinweg trösten. Und wirklich sprechen konnte ich darüber auch mit niemandem, Sophie musste arbeiten die letzten Tage, die beste Freundin war schließlich mit München beschäftigt. Und da schreiben frei macht, könnt ihr hier erstmal meine Gedanken dazu erfahren, Leidensgenossen dürfen sich melden. Abschiede sind hart.