21:01Uhr // Gorillaz – Clint Eastwood
Die Trauerphase des Abschied-Nehmes ist vorbei. Und jetzt ? Ich komm’ mir vor, wie mitten im allseits bekannten Schulalltag, um die Herbst – bis Winterzeit herum. Nur ganz ohne Schule. Bedeckter Himmel, ständiger Regen, schlechtes Wetter und immer das Gleiche : Um Halb Acht aufstehen, arbeiten, um 15Uhr heimfahren, Fitness oder nicht wissen, was als nächstes tun. Grob gesagt. Weiter im Detail fühl’ ich mich ziemlich komisch, so gleichgültig, was stark an „L’Etranger“ erinnert. Lasst den obigen Song auf euch wirken und schaut in den tristen Himmel, dann wisst ihr, wovon ich rede.
Die Arbeit nervt einfach momentan. Ständig irgendein Mist, der zu erledigen ist. Man merkt richtig, dass ein Praktikant im Hause fehlt, der die ganze Drecksarbeit in Form von Accounts löschen, Support und sonstige Fizzeles-Arbeit erledigt. Im Prinzip ist es ja nichts übermenschliches oder eine unmögliche Aufgabe. Wenn allerdings das Admintool dazu ständig spackt, man nur 3 Accounts gleichzeitig löschen kann (wenn gefühlte 500 zu löschen sind), dann sieht die Sache ein bisschen anders aus. Dazu kommen immer öfter auftretende Fehler am Computer, Lags, Verzögerungen und so weiter. Also ist man schon mal gut genervt wenn es um 15Uhr zum Feierabend bimmelt. Ich steig’ schließlich auf mein Rad und fahre heim.
Aber das Übel beginnt schon früher. Schon beim täglichen Klamotten raussuchen macht sich Ungewissheit breit, da man sich ja nie richtig auf dieses !beschissene! Wetter einstellen kann. Kurze Hose ? Jeans ? Wifebeater ? Langes Shirt ? Jacke oder Hemd ? In solchen Tagen wünsch’ ich mir eine dieser Multifunktionshosen, bei denen es Hosenbeine zum Entfernen gibt.

Aber weiter im Text. Ich greif’ also willkürlich in die Klamottenkiste und spekuliere gleichzeitig auf besser / schlechter Wetter. Zu allem Übel trifft dann das genaue Gegenteil ein. Und dann wieder das Spekulierte, später aber wieder das Gegenteil. Ein wahres Wechselbad…auch der Gefühle. Es stimmt also schon, dass das Wetter die Laune des Menschen beeinflussen kann. Dieses Hin und Her, schwüles-Schwitz-aber-trotzdem-mit-Regenschauer-Wetter macht einen total verrückt. Vermischt mit dem chaotisch nervenden Arbeitstag ergibt das eine ziemlich saure Lösung. Daheim ist es auch nicht gerade besser, ich darf (kann) nicht mit dem Wagen rumfahren wie ich will, die Schwester nervt mit ihren Stimmungsschwankungen, ich hab’ nichts zu tun und im Freundeskreis fühlt man sich (mal wieder, nicht des Urlaubs wegen) ausgeschlossen. Was kann man da noch machen ? Auf besser Wetter warten…ganz Recht. Denn Donnerstag soll es (schlagartig, wie es das Schicksal will) wieder besser werden. Und oh Zufall, damit wird auch für mich das Wochenende eingeläutet, da ich mein arbeitstechnisches Soll bis dahin erfüllt habe. Der Frust, Ärger und die Nervereien ziehen bis Donnerstag also von Dannen und wie das Wetter wechselt, wechselt auch meine Laune. Behaupte ich jetzt.
Aber in solchen Momenten ist es immer noch schön, wenn man einen lustigen oder positiven Moment erlebt. Da wäre das tägliche Sub des Tages oder Hampeleien vom Leidgenossen Jens, auch wenn es nur ein lustiger Song ist, den er mir während der Arbeit schickt. Oder positive Funde im Gedankengut. Zum Beispiel ist mir vorhin eingefallen, wie schrecklich dieses Rumsitzen ist, was einerseites ziemlich abschreckt aber andererseits auch Motivation genug ist für später, wenn ich mich um’s Studium bemühe. Oder einfach daran zu denken, dass bald Wochenende ist, das Wetter wieder besser wird, die Dörfler Party am Samstag feuchtfröhlich wird, ich bald in Finnland bin, im September doch noch einen Strandurlaub mache und zu erleben, wie nach einem gemütlichen Bad mit Rasur der ganze Dreck vom Tag weggewaschen wurde.
Mehr Äktschn braucht der Jan.