.:::Bababui Bababui

14 10 2009

18.47Uhr // di.fm – Bossa Nova Stream

War es letztes Jahr um diese Zeit genauso kalt wie dieses Jahr ? Gebt mir Recht, es ist schon verdammt kalt geworden. Letzte Woche noch war ich im T-Shirt in Freiburg unterwegs bei wolkenlosen 28°C und jetzt dieser Kälteeinbruch. Ein Kampf ist’s geworden, kann man sagen. Ich gegen den frühwinterlichen Herbst. Aber das Wetter allein bringt einen ja noch nicht um (auch wenn’s sehr dominant ist!). Ich genieß’ meine arbeitsfreien Tage, weiß gar nicht, warum Mazze das so krass findet, einfach gar nichts tun zu müssen. Solange ich mit dem 9Uhr-Hallo-Wach-Klingeln von meinem Handy aufwache und einen möglichst geregelten Tagesablauf hab’, ist alles cool.

Gestern war ich z.B. in der Stadt (mal wieder), einfach nur durchgelaufen, Leute beobachtet, Käffchen getrunken, hier und da etwas schickes gekauft, bekannte Gesichter getroffen und wieder heimgeradelt. Noch weiter zurück, am Samstag war große Feierei angesagt. Erst mit Tim im Fesch (Cocktailbar, nähe Marktplatz) seinen Abschied gefeiert, danach gings nach Neureut Kirchfeld zu einer Doppelfeier von zwei Stalldamen. Dort hab’ ich auch einen ganz ganz ganz ganz ganz ganz alten Schulkollegen von meiner Schwester wieder getroffen, der einfach nur ein dufter Kerl war und immer noch ist. Die Welt ist wirklich klein. Die Feier an sich war irgendwie komisch, überall Schicki Mickis, weil das Motto „Hollywood Party“ war. Und die Knielinger Siffboys mittendrin. Das modische Defizit (das an sich gar nicht existierte, weil wir die hübschen Boys aus KA sind) wurde kompensiert – durch was ? Genau, Saufen, Gröhlen, Stimmung machen und Scheißhaus randalieren, ein neu eingeführtes Ritual des großen Föll-Meisters, das man ja auf jeder Party machen MUSS (!). Am Ende des Abends, als der Alkohol uns fürstlich weghaute und das Scheißhaus königlich randaliert wurde, verabschiedete ich mich und Bechtl. Kein Bus, keine Bahn. Blieb also nur noch Taxi. Aber weil wir keine Taxi oder Minicarnummer hatten, rief ich im Suff die Auskunft an und verlangte ein Taxi nach Neureut, die Dame verbindete mich aber erstmal mit dem Taxiservice, freundlicherweise. Drei mal hab ich’s versucht, zwei Mal Becht. Aber weder Minicar noch Taxi fand Zeit (oder ein Auto?), um uns abzuholen. Mittlerweile waren wir auch bis zur Welschneureuter Straße gelaufen, also konnten wir die andere Hälfte auch noch laufen. Zu was man im Suff nicht alles in der Lage ist. Am nächsten Morgen erfuhr ich dann vom Mazze, dass er mir vor unserer Wanderung tausendmal gesagt hatte, ich solle mich doch unbedingt melden, wenn kein Bus / Bahn fährt. Hat mich Mr. Gorbatschow und Daniels wieder mal verzaubert. Aber ‘n lustiger Abend war’s, gell Mädels ?

Yo, aber ich tu mir ja nicht nur die Leber wegfeiern in meinen freien Tagen. Ich pack im Haushalt mit an und heute hab’ ich mein Zimmer mal wieder Picko Bello sauber aufgeräumt, auch umgeräumt, sodass es wahrlich frisch und neu wirkt, als hätte ich Möbel umgestellt oder neue gekauft. Demnächst will ich mir auch mal wieder einige Fotos von den letzten Ereignissen entwickeln lassen, damit ich den letzten Winken von der Wand damit zukleistern kann. Also, ich bin (noch) nicht ausgetrocknet oder eingegangen in meinem Kabuff und weil ich gestern in der Stadt wieder mal mein Büchle ned dabei hatte, um die herbstlichen Stadtimpressionen von gestern aufzuschreiben, hör ich hier mal auf. Zudem ruft Gina, Feifknaller und Meister Lampe nach mir.

Um euch einen letzten Eindruck in meine freie Zeit zu geben :





.:::Super Kickers !

6 10 2009

19.42Uhr // Soulful House Stream (di.fm)

Lass uns etwas Spaß haben, der Takt ist krank. Ich möchte auf deinem Diskostab reiten. Englische Sachen übersetzen macht so Spaß. Nun gut, mein Hartz IV Leben trottet weiter vor sich hin, der letzte Eintrag ist ja auch schon wieder ‘ne ganze Woche her, was mich etwas schockiert ehrlich gesagt. Die Woche raste an mir irgendwie vorbei, Mittwoch mit Tim und Phil saufen, Donnerstag und Freitag bei der Liebsten, Samstag zocken und schon wieder saufen, Sonntag und Montag rumgammeln. Dabei ist neben dem hochgeschätzten Kabel1 Vormittags-bis-spätem-Nachmittags-Programm das Unterschichtenfernsehen à la „Mitten im Leben“ oder „Voll im Leben“ oder „Neben dem Leben“ oder „Über dem Leben“ oder „Auswanderer 3XL“ oder „Abenteuer voll im Lebensalltag“ hinzugekommen. Ich hoff’ nur, dass das mit dem Zividienst wieder aufhört. Ganz schnell. Also raffte ich meinen Arsch heute auf und bin mal wieder ins Fitness, eine Stunde gelaufen und danach ausgiebig gepumpt. Dazu noch etwas Rad gefahren, um das Gewissen zu beruhigen. Beim Rad fahren les’ ich ja immer die Magazine, die so im Studio rumfahren. Heute hatte ich ein Buch von meiner Schwester dabei namens „Schlechter Sex 2″. Libidinöse Katastrophen erzählt von Männern. Im ersten Band erzählen es Frauen. Herrliche Bücher, von Mia Ming, in denen ganz normale Leute von ihren Sexualeskapaden erzählen und den schlimmsten Nächten ihres Lebens. So hat beispielsweise ein Lektor eine Frau auf einer Sylvesterfeier kennengelernt, die ihr Bett voller Plüschtiere hatte. Als der Kerl einen bereits verranzten Plüschalf vom Bett kickte, um in Stimmung zu kommen, musste er sich auch noch bei ihm entschuldigen. Oder eine Dame, die einen alten Freund nach Jahren wieder traf und ihn mit nach Hause nahm nach ein paar Drinks. So hatten die beiden zwar kein Sex, aber der Typ hat sich dann 2 bis 3 Mal an der Frau gerieben, bis er zum Höhepunkt kam. Dasselbe nochmal mitten in der Nacht, als die Frau neben ihm schlief. Wirklich amüsante Geschichten und dabei les’ ich eigentlich nie.

Beim Laufen dann musste ich an meine Kindheit zurückdenken (weshalb ich auch eigentlich bloggen wollte). Zur Grundschulzeit war ich in einem Fußballverein, dem VFB Knielingen. Erste oder zweite Klasse, lange hielt es mich dort auch nicht. Ich war also auf einmal in dem Verein, keine Ahnung wieso, durfte sofort beim Dienstagstraining mitmachen. Niemand gekannt, außer ein paar Gesichter aus’m Kindergarten und es regnete und war kalt. Insgeheim wollte ich mich ja gerne ins Tor stellen, damit ich nicht rennen musste (damals noch als Mama’s kleiner dicker Lieblingssohn, stets von Mutter bekleidet und kulinarisch verwöhnt). Aber weil ich ein verklemmtes Dickerle war, trottete ich einfach mit zum Sandplatz vor, gerade mal etwa 300m von meinem Zuhause entfernt. Wie gesagt, es regnete und weil mein Interesse für Fußball damals noch so groß wie ein Popel war, hatte ich mehr Spaß daran, den Kiessand von meiner Hand tropfen zu lassen und so skurrile Sand-Kies-Gebilde auf dem Boden entstehen zu lassen. Die Anweisungen vom Trainer bekam ich schon gar nicht mehr mit, bis mich irgendwann eine Hand am Nacken packte, so, als würde man einen Hund packen, um ihm zu sagen, dass er endlich seine Schnauze halten soll. Mit riesigen Augen und völlig ruhig entnahm ich das laute „LAUF JETZT“ vom Coach und rannte los, wie ein Rennschwein. Ein anderes Mal, wir hatten glücklicherweise in der Halle Training und ich hab’ mich besser angestellt, sogar Lob kassiert, war das Training bereits vorbei und alle waren in der Gruppendusche. Ich fühlte mich dabei nicht so wohl und hatte auch keinen Bock darauf, meinen Schniepel zu präsentieren. Also packte ich schnell mein Zeug und wollte gerade durch die Tür, auf einmal kam der Trainer rein „Ha, was ischn mim Dusche heer, willsch stingich hoim odda was?“. Ich stammelte erstmal ein bisschen, um Zeit für eine passende Lüge zu finden, bis ich dann sagte, dass ich gar kein Duschzeug dabei habe. Allerdings war die Tasche noch offen, Handtuch und Duschgel deutlich zu sehen und so ging ich lieber noch unter die Dusche, bevor mich der Trainer noch zerreißen würde. (Im Nachhinein kommt mir das alles ein bisschen pädophil vor…). Ein weiteres Mal dann – es war mein erstes Spiel – wurde ich in der Halbzeit eingewechselt, als Verteidiger. Wie gesagt, mein Interesse und das Wissen über Fußball war weniger als Null. Die einzige Erfahrung war das damalige Nintendospiel „Super Soccer“. Und so stand ich rum, hielt mich erstmal zurück (eigentlich ganz gut als Verteidiger, schön hinten absichern). Ich glaub, ich wurde links eingesetzt. Dann kam auf einmal ein Konter vom Gegner, rechts war niemand mehr zum Verteidigen. Ich erinnerte mich also an besagtes Videospiel, in dem ja auch nur die Verteidiger der zugehörigen Position angreifen. Also trielte ich mit guter Laune vor mich hin, immerhin stand ich ja auf dem Feld. Der Gegner konnte inzwischen ungehindert zum Tor vordrängen und ein Tor schießen. Immerhin – im Nachhinein wurde mir klar, dass ich doch hätte dagegen halten sollen. Ein paar Wochen ging ich noch zum Training, hatte aber gar keine Lust auf den geradezu cholerischen Trainer und die Spackos und Prolls, die im Team waren. Zum Glück hat sich das alles in den Jahren geändert – meine Begeisterung für Fußball ist groß und ich bin mittlerweile sportlicher. Schöne Fußballkindheit !

EDIT : Lasst euch bloß nicht einen Vertrag von Magazinverlagen andrehen in KA-City, übelste Abzocke !