Jan (-Dominik) Müller, das bin ich. Geboren in Karlsruhe lebe ich in einer bescheiden „putzigen“ oder „süßen“ Wohnung am Ende von Knielingen zusammen mit meinen Eltern und einer großen Schwester, die mich seit dem 05. Juni 1990 ertragen.
Nun, ich habe immer große Probleme, einen solchen Text zu schreiben, weil mir so ein 0815 Steckbrief zu langweilig und eben zu 0815 ist. Andererseits brauch ich aber immer massig Zeit für diese Vorstellung über mich selbst. Das ist mittlerweile das dritte Mal, dass ich an dem Teil dransitze, bloß mit dem Unterschied, dass es endlich mal fließt. Einige von euch wissen ja aus der Vergangenheit, dass ich vorher meinen Blog – nein meine Seite (!) selbst erstellt und gescriptet habe. Kein großes Ding eigentlich, da sich die Page lediglich auf ein paar HTML Skills beschränkt. Meinen Weg zu WordPress hab ich gefunden, weil’s letztendlich doch praktischer und einfacher ist. Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich meine Buttons gestalte, wie ich das Layout mache oder was ich überhaupt auf der Seite anbiete. Und WordPress eben, weil’s hier geile Funktionen hat, benutzerfreundlich ist und mir empfohlen wurde.
So, jetzt kommt der Hauptteil, meine Wenigkeit.
Wie schon erwähnt, hab ich mit solchen Texten immer wieder so meine Probleme aber dieses mal hab ich mir gedacht, ich werd euch einfach meine Entwicklung durchs Leben bis heute erzählen. Also holt euch noch etwas zum Knabbern und ‘n Softdrink, jetzt wird’s spannend !
Wo soll man anfangen…Richtig interessant wurde es ja erst in den späten Jahren. So achte oder neunte Klasse, sprich ab dem Jahr 2004. Die Jahre davor war ich ein kleiner Nerd, der in der Schule nicht groß auffiel, weder positiv wie negativ, ich war einfach da. Ich hatte meinen Freundeskreis und hatte großes Interesse im Computer und seit jungen Jahren im Konsolen Zocken. Also son richtiges Nerdkind, wie schon erwähnt. Weggegangen bin ich in dieses Jahren nicht so oft, hatte noch kein großes Interesse im Nachtleben, Alkohol und Mädels. In ‘nem Verein war ich auch nicht und ein Instrumet hab ich auch nie gespielt, wo ich sowieso die Musik-Niete schlechthin bin. Die damalige Freizeit wurde eben hauptsächlich damit genutzt, die Augen viereckig zu zocken, gezeichnet hab ich damals glaub auch noch ein bisschen und sonst bin ich mit meinen Kollegen immer auf’m Bolzplatz gewesen. Schulisch fiel ich auch nicht gerade durch herausragenden Noten auf. Das war der Zeitpunkt, wo Schule nur noch als Nebensache weiterlief und ich oft „besseres“ zu tun hatte. Schlechter Zeitpunkt ehrlich gesagt, weil im Fremdsprachenunterricht essentielle Vokabeln gelehrt wurden, mit denen man heutzutage viel Punkte sammeln kann.
Momente wie die 2er Party beim Jens, bei der wir uns die ganze Nacht (von 19Uhr oder so bis zum nächsten morgen) mit seiner Webcam aufgenommen haben und man mich dabei beobachten konnte, wie ich vor dem Computer eingepennt bin, mein erster Urlaub ohne Eltern ins Tarntal in Südfrankreich, wo ein anderer Jens sein Feldbett vollnässte und seine Schachfiguren seine einzigen Freunde waren, der legendäre Pizza Hut All-you-can-eat Contest, bei dem Josef aufm Europaplatz abreiern musste, meine erste Erfahrung mit Tequila in Spanien, an die ich mich auch nur noch teilweise erinnern kann und natürlich der Tag, an dem ich meinen eigenen Internetzugang an meiner Kiste hatte, bleiben wohl immer in Erinnerung.
Ja, mit der 9. Klasse dann hat’s dann angefangen. Ich wurde reifer, pubertierte so vor mich hin und ich veränderte mich, von innen wie von außen. Ich begann mich immer mehr mit der Musikrichtung Rock anzufreunden. Kein Gothic oder den übelsten Death Metal, sonder Sachen wie Red hot Chili Peppers, Linkin Park, Limp Bizkit, Blink 182, Alien Ant Farm oder Greenday und Sum 41 füllten meinen MP3 Player und meine noch damals 60Gig große Festplatte. Die Folge daraus spiegelte sich in meinem Stil wieder. Ich fing an, mich ein wenig „alternativer“, wenn man das so überhaupt nennen kann zu kleiden: Cordhose, Buttons an der Tasche, H&M Shirt (wohl doch nicht so alternativ) und ein damaliger Tick, bei dem ich passend zu den Shirts immer meine Schnürsenkel wechselte. Das Sahnehäubchen war dann noch eine riesige Afromatte aufm Kopf, mit der ich einige Blicke auf mich zog. Auch der damalige dritte Urlaub ohne Eltern verlief zum Vergleich mit den anderen völlig anders: Zusammen mit Marc undm Bechtl ging’s nach Calella an der Costa Brava / Spanien. Keine Sonderausflüge nach Barcelona waren länger interessant, wir entdeckten das Nachtleben, Mike mit den Seidenwürschdlen, San Miguel Bier und den guten alten Freund Mr. Gorbatschow, der uns allen bis heute seine treuen Dienste leistet. Schwanzgesteuert, wie wir damals waren hielten wir natürlich auch nach dem anderen Geschlecht Ausschau wie die Wilden. Davor nahm ich das erste mal einen Ferienjob 2 Wochen lang im Frauenhofer Institut an. Ich musste Kisten schleppen, Dokumente sortieren und Sachen umräumen. Eine Woche lang. Danach hatte mein Scheffe nichts für mich zu tun und schickte mich zu seinen Arbeitskollegen, die allerdings auch nicht viel Arbeit für mich hatten. Sie zeigten mir ihre Entwicklungen und ihre Projekte, die zu der Zeit grad aktuell waren. Die letzten 3 Tage dann hab ich mehr oder weniger vorm Rechner verbracht und habe (ungelogen) nichts gearbeitet. Ich musste auch nichts mehr arbeiten, einfach nur Zeit absitzen. Meine Pflichten bestanden also darin, im Internet rumzusurfen, am Snackautomaten Bountys zu kaufen und die Pyramide weiterzuführen, die mein Scheffe mit Bountypackungen angenfangen hat. Das Resultat waren 700 Euro auf’m Konto, von denen 200 fälschlicherweise zuviel überwiesen wurden. Gemeldet hat sich das Frauenhofer Institut bis heute nicht.
Ein anderes Ereignis, was mir bis heute in Erinnerung bleibt, war der damalige KSC Besuch mit Marc und Robin. Ein Freitag Abend wars, ich glaube gegen Oberhausen gings. 4:0 hat Karlsruhe gewonnen. Nach dem Spiel waren wir noch in Mühlburg beim Megges. Wir haben uns ein paar Servietten gegriffen, standen da auf der Lameybrücke und haben Krampen aus den Röhrchen auf die Autos geschossen. Bis dann 2 nette Grünmänner (eine davon eine Frau) vorbeikamen und uns mit auf’s Revier nahmen. Wir haben nichts verbrochen, die nette Dame meinte selber, dass sie persönlich deswegen nicht die Polizei benachrichtigen würde. Als sie dann fragte, welche Eltern uns abholen sollen, senkten beide den Kopf. Ich musste also mal wieder den Arsch hinhalten und die nette Politesse rufte meinen alten Herrn um 12 Uhr in der Nacht an, um uns abzuholen.
Nun denn. In den weiteren Jahren sackte ich schulisch ziemlich ab bis zum absoluten Tiefpunkt in der 10. Klasse, ein 3,2er Schnitt spricht für sich. Ausgerechnet das Jahr, in dem ich meine mittlere Reife abschloss. Die ZK’s verliefen recht angenehm, bis auf eine versaute Matheklausur, bei der die 5-6 auch noch doppelt gewertet wurde und ich von einer 2 auf eine 4 fiel. Die Schule abbrechen, meinem Traum nachgehen und mit Bechtl eine Maurerlehre anzufangen, um später ein Müller & Bechtl Maurermeister Betrieb aufzumachen war also nicht drin. Im darauffolgenden Jahr, wir sind mittlerweile bei 2006 angelangt und in der 11. Klasse (Oberstufe und so). Ich selbst fand mich in der noch relativ „neuen“ Klasse (wir wurden ja 2 Jahre davor zusammengewürfelt) gut zurecht, das Mädchen-Jungen-Verhältnis betrug ja 22 : 11 oder so. Ich selbst profilierte mich mal wieder und machte mich wichtig, indem ich die Rolle des Klassensprechers ein 3. Mal einnahm. Zusammen mit Jens wurde das eine ziemlich witzige Geschichte, wir zogen unsere Show vor der Klasse ab, wenn’s was anzukündigen gab und sogar unsere „Lieblingslehrerin“, zugleich Klassenlehrerin Madame Schwendinger betonte immer, wie gut wir uns doch präsentieren konnten. Das Jahr fing an sich richtig gut an, ich lernte Chrissi Kolb kennen, die sich seit diesem Jahr als treue Seele bewies. Die erste Klassenarbeit verlief auch ziemlich geil durch den Betrug vom guten Fries, der eine Kopie der Deutschklausur unter seinem Tisch liegen hatte. Mme Schwendinger war zu diesem Zeitpunkt nicht gerade vom Glück verfolgt, da relativ zeitgleich ihre Wohung ausgeraubt wurde und sie zu allem Unglück nicht versichert ist, wie sie uns ganz cool mitteilte. Und dann kommmt auch noch dieser böse Fries und missbraucht ihr Vertrauen, als er und andere der Schülerzeitung für kurze Zeit allein in Mme Gabis Wohnung allein gelassen wurden. Desweiteren lief alles ganz rund. Ich hatte zum ersten Mal wirklich das Gefühl, dass sich was tut, d.h. ich hab mich das erste mal richtig mit meiner Klasse beschäftigt, die coolen Leute kennen gelernt und die uncoolen und nervigen Leute hassen gelernt (bzw. weitestgehend erfolgreich ignoriert). Ich hab mich das erste mal bei gleich 2 AGs betätigt, einmal als Techniker in der Theater AG und dann in der Volleyball AG. Die Theater AG war eigentlich ganz cool, zusammen mit’m Enderle den Schauspielern Licht und Ton gegeben. Doch als ich dann sehen durfte, wie die gesamte AG von der großen Femme Fatale (Achtung, Ironie) abhängig gemacht wird und wie der Leiter Herr Bär gar nicht so sympathisch und cool war wie ich den Eindruck hatte. Die Theaterfreizeit Mitte des Jahres war auch, ehrlich gesagt ziemlich beschissen. Ich war ein Tag dort, konnte mich nirgens inegrieren und saß meine Zeit einfach in Aalen ab. Dann war Auftritt, dann war Auftritt zu Ende und ich bin beim Bär im Auto mit heimgefahren. Ohne Radio. Mit Isabel.
‘N kleiner Sprung zurück, wie gesagt, ich war auch in der Volleyball AG tätig. Anfangs noch war’s ganz lustig, da einige von der Klasse dabei waren. Aber an sich war auch diese AG eher ein Griff ins Klo, weil oft nur 5 Leute da waren, keine Stimmung und die Motivation zum Zocken gefehlt hat. Bei der Halbzeit lernte ich dann Chrissi Olm kennen, mit der ich dann meine erste wirklich richtige Beziehung hatte. 10 Monate waren wir zusammen und durch die Qualitätsmarke Olm konnte ich schon einige Vorteile rausschlagen. Viele kostenlose Menüs beim Megges, noch mehr Gutscheine, einen kostenlosen Eintritt für die Offerta 2007, Freifahrscheine für d Mess’ und ‘n kostenlosen KSC – Tag in Fürth mit anschließendem Besuch im Rathaus zur KSC – Aufstiegsfeier. Meine KSC – Flagge, die ich mir vom Rednerpodest geklaut habe, hängt immer noch über mir. An sich ‘ne ganz fette Ausbeute, aber mit Chrissi war ich eigentlich zusammen, weil ich auch das erste Mal so richtig verliebt war. Komplikationen gab es natürlich auch, einige meiner Kontakte zu Freunden schienen zu brechen, weil ich wirklich viel Zeit mit ihr verbrachte. Im November 2007 endete die Beziehung mit Chrissi dann, weil ich einmal Scheiße gebaut hab und es danach nicht mehr geklappt hat. Ich war bis Jahresende ziemlich geknickt und wirklich ‘n Emo, angesehen hat man’s mir auch.
November 2007…davor kam ich ja in die 12. Klasse. Das erste Abi – Halbjahr. Alles wurde wieder neu gemischt und ich konnte selbst meine Kurse wählen. Anfangs noch mit Hoffnung auf meine Französisch Skills, die ich bei meiner alten Französisch Lehrerin Frau Bork (man halte sie in Ehren) gelernt habe, wählte ich als Profilfach Französisch. Kommt natürlich auch viel geiler, wenn man sich mit ‘nem Englisch und Französisch – Abi bewirbt. Mein Neigungsfach war (und ist) Wirtschaft. An sich ein ganz geiles Fach, nur der Lehrer passt überhaupt nicht ins Konzept. Abgewählt hab ich Physik, gerade noch so mit einer 4 und Musik, da ich die totale Musikniete bin. Das einzige was ich kann, ist die Geschichte zum Jazz und halbwegs Noten lesen. Und ich weiß, dass Moll für die tristen, traurigen Lieder, Balladen, Opern wwi steht und Dur für Fröhliche, Heroische. Wie auch immer. Ich hatte im ersten Halbjahr eine 34 Stunden Woche und viele Kurse, in denen wirklich die Idioten der Stufe versammelt sind. In der Theater AG war ich auch wieder tätig und in der SMV, mal wieder als Kurssprecher profilieren und so. Dieses Mal zusammen mitm Mazze, war auch ganz lustig.
Der entscheidente Unterschied in der 12. Klasse war, dass ich mir in diesem Jahr wirklich Feinde geschaffen habe (hey Vero!). Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich die Leute oft meine schlechte Laune hab spüren lassen. Im Vergleich zum anderen Jahr war’s einfach viel mehr, weniger Freizeit und es wurde wirklich mehr verlangt. Außerhalb der Schule hab ich nicht viel gemacht, bis zum Jahresende noch den Bronzekurs im Tanzen wiederholt und den Silberkurs noch gemacht und dann war auch für mich endgültig Schluss mit’m Tanzen. Hobbies hatte ich bis dato keine großartigen. Im Verein war ich immer noch nicht und gearbeitet hab ich auch noch nicht. Die Sylvesterfeier 07 / 08 war ganz lustig. Eigentlich die Beste, die ich bis dahin miterlebte. Die Jahre zuvor war’s bei den Eltern auch immer geil mit Fondue und so aber die erste Sylvesterparty außerhalb, 06 / 07 war ziemlich schwach im Vergleich zu der im darauffolgenden Jahr. Ins Jens’ Hütte stieg sie, mein 2. Zuhause quasi. Ich kippte einen halben Liter Vodka in mich rein, ein paar andere Destillate, die mir angeboten wurden und an Neujahr dann nochmal ne Flasche Sekt. Hochgerechnet war’s schon ‘ne Menge. Tags drauf hatte ich dann total raue Fingerknöchel, die mir weh taten. Wie ich das geschafft hab, weiß ich bis heute nicht.
2008. Das Heute. Mein Alltag besteht aus Schule, arbeiten gehen, Fitness und vorm Laptop sitzen. Ich gehe arbeiten ja. Seit den Osterferien habe ich einen festen Nebenjob bei der Online-Spiele Seite http://www.fettspielen.de. Ich teste Spiele, pflege sie ein und kümmere mich um die Publicity. Ein echter Glücksgriff, da ich weitestgehend meine Arbeitstage und Zeiten selbst bestimmen kann und 7 Euro auf die Stunde bekomme. Der Chef ist auch richtig cool drauf, gibt mir meine Freiheiten, ich kann quasi machen, was ich will, solange ich meine Leistung bringe. Ich veridene also mein eigenes Geld seit gut 5 Monaten und es gibt einem nochmal ein völlig anderes Gefühl, da man selbst etwas Sinnvolles macht und seinen Eltern immer weniger auf der Tasche liegt und sein Gut nochmal mehr hütet und darauf achtet. Und ja, in einem „Verein“ bin ich jetzt auch, im SG Siemens – Fitness mache ich dort, hauptsächlich Krafttraining. Eine „neue“ Beziehung hab ich auch wieder, seit dem 25. März bin ich glücklich mit der Sophie zusammen. Ich selbst bin seit geraumer Zeit locker drauf, mir ist vieles Unwichtiges einfach egal, lass die Dinge auf mich zukommen, bin gut drauf und hab endlich was zu tun.
Was hier sonst noch dazu kommt weiß ich noch nicht. Neue Geschichten, die mir noch passieren oder alte Erinnerungen, die ich noch niederlegen muss. Die kleine Reise durch mein Leben endet vorerst hier – alles andere könnt ihr ja im Blog erfahren !